Energie

Die neue Energieeinsparverordnung

„Alles neu macht der Mai.“ So beginnt eine alte Volksweise. Im Falle der Energieeinsparverordnung (EnEv) trifft dieses Sprichwort für das Jahr 2014 vollkommen zu. Ab dem ersten Mai 2014 tritt nämlich die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft und bringt eine Reihe wichtiger Veränderungen mit sich.

Vor allem der Energieausweis ist von den Änderungen der Verordnung betroffen. Im Wesentlichen geht es um mehr Transparenz und eine verbesserte Aussagekraft dieser Ausweise.

Die Energiewende bewältigen heißt vor allem, den Energieverbrauch gerade im Gebäudebereich zu senken sowie Verbraucherinnen und Verbraucher für die große Bedeutung der Energieeffizienz zu sensibilisieren. Hierzu leistet die jetzt in Kraft tretende Novellierung der Energieeinsparverordnung einen wesentlichen Beitrag. (Sigmar Gabriel)

 Die Energieeffizienzklasse von Häusern

Mit Beginn des Monats Mai gibt es auch für Gebäude Energieeffizienzklassen, ähnlichen denen, die Verbraucher bereits von Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Wäschetrockner und Co. kennen. Zwar gelten bereits ausgestellte Energieausweise auch ohne Angabe der Effizienzklasse, auf allen Ausweisen, die ab Mai 2014 ausgestellt werden, muss jedoch die Energieeffizienzklasse angegeben werden.

Informationen für Käufer und Mieter

Soll eine Wohnung oder Immobilie verkauft/vermietet werden, muss der Energieausweis dem Interessenten spätestens beim Besichtigungstermin vorgelegt werden. Der Käufer/Mieter in spe soll die Möglichkeit haben, sich ein Bild von den energetischen Eigenschaften des Gebäudes zu machen. Außerdem gilt, dass bereits in der Anzeige die wichtigsten Werte zum Energieverbrauch aufgeführt werden müssen.

Die Daten, die zur Ausstellung von Energieausweisen zurate gezogen werden, müssen über zwei Jahre von aufbewahrt werden, damit sie den Kontrollstellen bei Bedarf übermittelt werden können.

Alte Kessel haben ausgeheizt

Ein weiterer Punkt der EnEV betrifft sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind (betroffen sind also Kessel bis Jahrgang 1984) müssen ausgetauscht werden. Nicht betroffen sind allerdings Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Immerhin gilt dieser Teil der Verordnung jedoch erst ab 2015.

Privatpersonen werden bei dieser Regel im Übrigen sehr entlastet. Denn von der Austauschpflicht ausgenommen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, bei denen die Eigentümer mindestens eine Wohnung selbst nutzen. Bei einem Eigentümerwechsel muss der Pflicht jedoch innerhalb von zwei Jahren nachgekommen werden.

Wichtige Änderung für Neubauten

Weiteres wichtiges Kernelement sind höhere energetische Standards bei Neubauten. Allerdings ist die Verschärfung der energetischen Anforderungen an Neubauten erst ab 2016 wirksam.

Immobilien-Bedeutung-des-energetischen-Sanierungsstands-bei-der-Vermarktung-2013

Die Statistik zeigt die Bedeutung des energetischen Sanierungsstands bei der Vermarktung von Kauf- und Mietimmobilien.

Die energetischen Anforderungen bei Sanierung bestehender Gebäude wurde im Übrigen nicht verändert. Der Grund ist so simpel wie einleuchtend: Die Anforderung bei Gebäudesanierungen sind bereits so anspruchsvoll, dass eine weitere Verschärfung kein nennenswertes Energiesparpotential mit sich bringen würde.

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