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Brückentage 2014 – ein Festjahr für Arbeitnehmer

Wer in 2013 seine Urlaubstage schlau eingesetzt hatte, konnte seinen Jahresurlaub in diesem Jahr vervielfachen. Aber auch das kommende Jahr bietet Arbeitnehmern – dank günstig gelegener Brückentage – die Möglichkeit, den ein oder anderen freien Tag zusätzlich rauszuschlagen.

Gleich zu Jahresanfang kann man ein paar Tage freinehmen, ohne sein Urlaubskonto überstrapazieren zu müssen. Denn da der 1. Januar auf einen Mittwoch fällt, genügen nur zwei Urlaubstage, um fünf Tage am Stück nicht am Arbeitsplatz erscheinen zu müssen. Und die Glücklichen, die in Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt leben, haben sogar noch einen weiteren Tag frei. Denn in diesen Bundesländern ist der 6. Januar ein Feiertag – und fällt 2014 praktischerweise auf einen Montag.

Frohe Ostern

Nach einem herrlich arbeitsfreien Jahresanfang heißt es dann zunächst einmal warten. Und zwar bis zu den Osterfeiertagen. Dann bietet sich die nächste Möglichkeit, die Brückentage klug zu nutzen, ohne ein allzu großes Minus auf dem Urlaubskonto verzeichnen zu müssen. Karfreitag ist am 18. April, am 21. April ist Ostermontag. Das bedeutet, dass man sich überlegen sollte, seinen Jahresurlaub im kommenden Jahr vielleicht auf Ostern zu verlegen.

Denn wenn man zwölf Urlaubstage nimmt (und zwar ab dem 14. April), kann man bis zum 4. Mai freinehmen – denn am 1. Mai ist bekanntlich auch Feiertag. Das bedeutet: 23 freie Tage für zwölf Urlaubstage. Auch ein kürzerer Osterurlaub rechnet sich. Verabschiedet man sich erst mit Karfreitag (also am 18. April) vom Büro, reichen acht Urlaubstage aus, um in den Genuss einer 17 Tage andauernden freien Zeit zu kommen.

    Gesetzliche Feiertage 2014

Wann? Was? Wo?
1. Januar (Mittwoch) Neujahr bundesweit
6. Januar (Montag) Heilige Drei Könige Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt
18. April (Freitag) Karfreitag bundesweit
21. April (Montag) Ostermontag bundesweit
1. Mai (Donnerstag) Tag der Arbeit bundesweit
29. Mai (Donnerstag) Christi Himmelfahrt bundesweit
9. Juni (Montag) Pfingstmontag bundesweit
19. Juni (Donnerstag) Fronleichnam Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland
15. August (Freitag) Mariä Himmelfahrt Bayern, Saarland
3. Oktober (Freitag) Tag der Deutschen Einheit bundesweit
31. Oktober (Freitag) Reformationstag Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
1. November (Samstag) Allerheiligen Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen. Rheinland-Pfalz, Saarland
19. November (Mittwoch) Buß- und Bettag Sachsen
25. Dezember (Donnerstag) 1. Weihnachtsfeiertag bundesweit
26. Dezember (Freitag) 2. Weihnachtsfeiertag bundesweit

Am 29. Mai ist dann Christi Himmelfahrt. Nimmt man sich die restlichen vier Tage der Woche frei, kann man immerhin eine neuntägige Erholungspause in Anspruch nehmen. Oder aber man nimmt in der Woche nach Pfingsten frei – dann braucht man nämlich ebenfalls nur vier Tage Urlaub zu beantragen, um ganze neun Tage frei zu haben.

Regionale Feiertage

In den katholisch geprägten Bundesländern hat man traditionell mehr freie Tage als woanders. So ist zum Beispiel 2014 der 19. Juni frei – zumindest in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Denn dort wird an diesem Tag Fronleichnam gefeiert. Nimmt man sich beispielsweise den Freitag frei, kann man ein vier Tage andauerndes Wochenende genießen. Oder man nimmt sich Montag bis Mittwoch davor oder danach frei – dann hat man ganze sieben Tage Urlaub.

Im August freuen sich Saarländer und Bayern über einen weiteren freien Tag: Am 15. August ist nämlich Mariä Himmelfahrt. 2014 fällt der katholische Feiertag auf einen Freitag – was den Arbeitnehmern in den besagten Bundesländern ein langes Wochenende beschert. Und wer in der Zeit ohnehin im Sommerurlaub ist, freut sich über einen gesparten Urlaubstag.

Herbsturlaub

Dann heißt es, sich etwas in Geduld zu üben, bevor man wieder von gut platzierten Brückentagen profitieren kann. Das erste Mal am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Da der Feiertag auf einen Freitag fällt, kommt man auch ganz ohne Urlaubstage in den Genuss eines verlängerten Wochenendes. Oder aber man entscheidet sich für einen herbstlichen Urlaub von neun Tagen und nimmt die ganze Woche davor frei.

Am 31. Oktober ist auch Feiertag – und zwar in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort wird an dem Tag nicht Halloween, sondern der Reformationstag begangen. Zumindest offiziell. Ein langes Wochenende ist den Arbeitnehmern schon einmal sicher, weil der Feiertag auf einen Freitag fällt. Was wiederum etwas von Nachteil ist für Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen. Rheinland-Pfalz und im Saarland. Denn in den genannten Bundesländern ist am 1. November Allerheiligen. Dumm nur, dass der Feiertag 2014 auf einen Samstag fällt.

Bis 1995 war der Buß- und Bettag ein bundesweiter Feiertag. Heute ist an dem protestantischen Feiertag lediglich in Sachsen noch arbeitsfrei. 2014 wird der Buß- und Bettag am 19. November  gefeiert. Für die Sachsen eine Möglichkeit, mit nur zwei Urlaubstagen gleich fünf Tage frei zu haben.

Weihnachtsgeschenk

Auch 2014 liegen die Weihnachtsfeiertage wieder ziemlich arbeitnehmerfreundlich. Heiligabend ist dann nämlich an einem Mittwoch (Silvester demzufolge auch), die beiden Weihnachtsfeiertage fallen auf Donnerstag bzw. Freitag. Einmal angenommen, man hat einen Job, bei dem Heiligabend und Silvester arbeitsfrei sind, so kann man ganze 12 Tage zum Jahresende 2014 freinehmen – und dafür nur vier Urlaubstage aufwenden.

Wer seine Urlaubstage also geschickt einsetzt, kann deutlich mehr frei haben, als „nur“ die durchschnittlichen 30 Urlaubstage. Zumindest solange die lieben Kollegen den Urlaubsantrag nicht vorher einreichen …

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