Berufsunfähigkeit

Wie wird die Besteuerung der BU berechnet?

Immer mehr Erwerbstätige haben eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, weil sie erkannt haben, wie wichtig es ist, sich selbst und seine Familie für den Fall der Berufsunfähigkeit finanziell abzusichern. Die Beiträge muss der Versicherte selbst zahlen. Dafür sieht die Steuergesetzgebung die Möglichkeit vor, Steuerfreibeträge zu erhalten.

Die Versicherungsbeiträge gelten als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen und können im Rahmen der Steuererklärung des Versicherten geltend gemacht werden. Auch die Besteuerung der Rente, die der Versicherte aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten kann, unterliegt einer besonderen Berechnung.

Besteuerung der Beiträge

Bei der Berechnung der Steuerfreibeträge muss ein alleinstehender, angestellter Versicherter beachten, dass seine Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung nicht über der jährlichen Grenze von 1.900,- € liegen dürfen. Bei einem unverheirateten Selbstständigen liegt die Jahresgrenze bei 2.800,- €.

Sobald die Beiträge zu diesen Versicherungen höher ausfallen, führen die in der Steuererklärung angegebenen Beiträge zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu keinen weiteren Steuervorteilen. Nur verheiratete Selbstständige können bei der Berechnung der Steuerfreibeträge Versicherungsbeiträge von mehr als 9.000,- € ansetzen, falls sie in einem Jahr mehr als 10.736,- € an Versicherungsbeiträgen gezahlt haben.

Sobald aber die private Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Rentenversicherung, wie zum Beispiel einer Rürup-Rente, abgeschlossen wird, können höhere Beiträge bei der Berechnung der Steuern berücksichtigt werden. Dazu muss der Beitrag zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung weniger als die Hälfte des Beitrags zu der Kombi-Versicherung Rürup-Rente ausmachen. Zudem muss die Versicherungsleistung im Falle der Berufsunfähigkeit als monatliche Leibrente ausgezahlt werden – nicht etwa per Einmalzahlung.

In diesem Fall können ledige Versicherte maximal 20.000,- € an Versicherungsbeiträgen und Verheiratete bis zu 40.000,- € zur Berechnung von Steuerfreibeträgen ansetzen. Allerdings ist dieser Maximalbetrag derzeit noch nicht ansetzbar, da die Steuervorteile der Rürup-Rente einer Progression unterliegen. So können für das Jahr 2013 bereits 76 % des Maximalbetrages steuerlich geltend gemacht werden. Dieser Prozentsatz wird sukzessive angehoben und steigt jährlich um 2 %.

Jede Rente, die ein Versicherter aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung erhält, unterliegt der Besteuerung. Bei der Berechnung der Steuer wird die Berufsunfähigkeitsrente als abgekürzte Leibrente angesetzt.

Die Höhe der Steuer rechnet sich nach der Dauer der Rentenzahlung. Je kürzer eine Rente aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt wird, umso höher sind die Steuervorteile für den Versicherten.  Eine private Berufsunfähigkeitsrente wird nur bis zum Eintritt in die gesetzliche Altersrente gezahlt. Je später ein Versicherter also die Leistungen seiner privaten Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen muss, umso größer wird sein Steuervorteil ausfallen!


Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 145

Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 146

Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 147
Autor
Susanne Herrenbrück
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung: