Autor: Susanne Herrenbrück

Susanne Herrenbrück war von 2010 bis 2013 bei der qmedia GmbH tätig. Nach ihrem Magister-Studium der Germanistik und Nordistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München hat sie ihr Glück im Online-Journalismus gesucht und gefunden. In den letzten Jahren hat sie für verschiedene Portale Beiträge verfasst, darunter tiscali.de, N24, Yahoo und MSN Deutschland. Was ihr an bbx.de besonders gut gefällt? Dass das Portal aktuelle Verbraucherfragen aufgreift und nützliche Service-Tools bietet.

Kündigen – aber richtig!

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Dokumentation ist alles, wenn es um die Kündigung irgendwelcher Verträge geht. Das sollte man unbedingt verinnerlichen, bevor es richtig losgeht. Denn so manches Unternehmen will einfach nicht wahrhaben, dass ihre Kunden (bzw. zukünftigen Ex-Kunden) Rechte haben und verlangen, dass Beweise für die Kündigung vorgelegt werden. Daher ist es auch grundsätzlich nicht zu empfehlen bspw. über die Service-Hotline zu kündigen.

Wer sich aber an die Spielregeln hält, hat zwar unter Umständen eine Menge Papierkram zuhause rumliegen, aber dafür auch keinen überflüssigen Vertrag mehr am Hals.

Die Kündigung

Zunächst sollte man sich im Vertrag über die Kündigungsfristen informieren, um dann ein formloses Kündigungsschreiben aufzusetzen. Unbedingt enthalten sein sollten die Kundendaten, das Datum sowie die Unterschrift.

Zu dem Tag, an dem der Vertrag fristgerecht endet, sollte auch eine möglicherweise bestehende Einzugsermächtigung enden. Im Schreiben sollte der Empfänger um eine schriftliche Bestätigung gebeten werden.

Das Kündigungsschreiben sollte per Post verschickt werden. Und zwar als Einschreiben mit Rückschein. Wer ganz sicher gehen will kann das eingescannte Schreiben auch zusätzlich via Email an das Unternehmen schicken. Ein Fax mit Sendebericht ist auch möglich.

Im Normalfall reicht das aus. Wenn nicht, muss man leider schwerere Geschütze auffahren …

Dokumentation … und dann?

Alles, aber auch wirklich alles, was es zum Kündigungsvorgang schriftlich gibt, sollte man aufbewahren. Und zwar so, dass man gegebenenfalls schnell darauf zugreifen kann. Was man natürlich nur dann tun muss, wenn der Telefon-, Strom- oder sonstige Anbieter die Kündigung nicht einfach bestätigt. Was er im Regelfall auch tun wird bzw. tun sollte. Wird die Kündigung seitens des Anbieters nicht schriftlich bestätigt, kann man erst einmal abwarten. Oder vielleicht noch einmal vorsichtig (schriftlich) eine Bestätigung anfragen. Vielleicht reagiert der Anbieter dann.

Wenn es hart auf hart kommt und der Anbieter die Kündigung aus irgendwelchen Gründen für nicht wirksam erklärt, muss man sich weitere Schritte überlegen. Denn in diesem Fall wird der Anbieter den Vertrag einfach weiterführen. Was aber nicht bedeutet, dass man als (Ex-)Kunde auch weiter bezahlen muss. Ganz im Gegenteil – das sollte man auf keinen Fall tun. Vorausgesetzt die Kündigung ist tatsächlich fristgerecht und in Schriftform erfolgt. Übrigens: Egal, wie wütend oder genervt man auch sein mag: Man sollte sich nie zu ausfälligen E-Mails oder bösen Briefen hinreißen lassen. Das könnte negativ ausgelegt werden.

Ruhig bleiben

Das Wichtigste ist, dass man Ruhe bewahrt. Auch wenn zusätzlich zu den Rechnungen irgendwann eine Mahnung nach der anderen ins Haus flattert. Diese einfach fein säuberlich aufbewahren. Denn – man kann es einfach nicht oft genug sagen – Dokumentation ist alles.

Richtig anstrengend wird es dann, wenn ein gelber Brief vom Gericht im Briefkasten landet. Wobei man aufpassen sollte, ob der auch wirklich vom Gericht ist und nicht von einer Inkasso-Firma. Wenn das Schreiben tatsächlich vom Amtsgericht stammt muss man innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen – natürlich wieder als Einschreiben mit Rückschein.

Jetzt sollte aber wirklich Schluss sein. Denn kaum ein Anbieter wird so weit gehen, dass er tatsächlich Klage auf Zahlung erhebt. Die Erfolgsaussichten vor Gericht sind nämlich gleich null. Insofern tut man gut daran, trotz allem Ärger das Ganze auszusitzen. Letztlich sitzt man als Kunde am längeren Hebel. Auch wenn ein Unternehmen alles daran setzen sollte, einen vom Gegenteil zu überzeugen: Der Kunde ist im Recht, wenn er alle Fristen eingehalten hat, die Kündigung in Schriftform erfolgt ist und alle Belege als Beweis aufbewahrt wurden.

„Gekauft ist gekauft“ – oder etwa nicht?

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In der Sendung „Marktcheck“ des SWR wurde der Rechtsexperte Karl-Dieter Möller zum Thema Umtauschrecht befragt (Sendung vom 12.12.2013). Dabei stellte sich heraus, dass viele Verbraucher glauben, dass sie einen Anspruch auf Umtausch von Waren haben. Aber genau das ist nicht der Fall. Zumindest dann nicht, wenn man die Ware im Laden gekauft hat. Eine Pflicht zum Umtausch hat der Händler in diesem Fall nicht.

Umtausch aus Kulanz

Wer aber seine Kunden an sich binden möchte, gewährt diesen ein Umtauschrecht aus Kulanz. Was auch beinhaltet, dass der Verkäufer festlegen darf, wann das Umtauschrecht gilt. Also dass die Ware bspw. nur innerhalb einer bestimmten Frist zurückgegeben werden darf oder nur originalverpackte Produkte zurückgenommen werden. So genügt zwar normalerweise die Vorlage des Kassenbons, um etwas zurückgeben zu können, manche Händler verlangen aber auch das Preisetikett. Wer den Bon nicht mehr hat, kann auch den Abbuchungsbeleg vorlegen, wenn er mit EC-Karte bezahlt hat. Allerdings klärt man am besten vor dem Kauf, ob ein Umtauschrecht gewährt wird und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen dieses überhaupt gilt.

Andere Spielregeln im Netz

Shoppen im Internet macht einfach Spaß – und man braucht dafür nicht einmal das Haus zu verlassen. Und in diesem Fall gilt tatsächlich auch ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Allerdings gibt es dem einen oder anderen Online-Shop, der Geld verlangt, wenn Ware zurückgeschickt wird. Laut Karl-Dieter Möller ist das rechtens. Aber nur dann, wenn die Waren, die zurückgeschickt werden sollen, einen Wert von weniger als 40,- € haben. Mitte des Jahres 2014 soll darüber hinaus eine neue EU-Verordnung in Kraft treten. In dieser soll festgelegt werden, dass Kunden sowohl die Versandkosten für die Hin- als auch für die Rücksendung übernehmen müssen. Wobei wohl nicht alle Online-Händler dieses Spiel mitspielen werden. Sie wollen auch künftig attraktiv für ihre Kunden bleiben und die Kosten für die Hinsendung übernehmen – wie auch für die Rücksendung sofern der Warenwert über 40,- € liegt.

Auf Widerruf

Wie bereits erwähnt gilt das Widerrufsrecht 14 Tage lang. Nimmt der Empfänger die Warensendung in Empfang, beginnt auch die Frist. Wenn die Sendung beim Nachbarn abgegeben wurde und der Empfänger darüber durch einen Zettel im Briefkasten informiert wurde, gilt das Paket ebenfalls als zugestellt. Und die Widerrufsfrist beginnt. Wenn der Empfänger aber nicht über die Zustellung informiert wurde, tritt die Frist erst dann in Kraft, wenn der Kunde das Paket selbst in Empfang genommen hat.

Man sollte auch wissen, dass bspw. eBay in seinen Geschäftsbedingungen festgelegt hat, dass das Widerrufsrecht nur für gewerbliche Anbieter gilt, Privatverkäufer unterliegen diesem nicht (außer der Kunde hat mit dem privaten Anbieter etwas anderes vereinbart).

Verderbliche Waren sind vom Widerrufsrecht ausgenommen. Dazu zählen bspw. Schnittblumen oder Lebensmittel. Für speziell angefertigte Waren, Hotelübernachtungen oder Konzertkarten gilt dasselbe. Wenn man eine Ware zurücksenden möchte, muss diese sicher und ordnungsgemäß verpackt werden. Am besten verwendet man dafür die Originalverpackung.

Im „wahren“ Leben (also offline) haben Verbraucher kein Recht auf Umtausch von Waren. Auch wenn das allgemein angenommen wird. Jedoch sind die meisten Händler ja sehr aufgeschlossen, was den Umtausch von Waren anbelangt. Und bei Internet-Bestellungen gilt ja ohnehin das 14-tägige Widerrufsrecht. Wer aber ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, schenkt seinen Liebsten zum nächsten Fest einfach Gutscheine. Dann gibt’s auch keine Probleme mit dem Umtausch …

Sicherheit beim Online-Shopping: Die Bezahlung macht’s

Online-Bezahlung mit Kreditkarte

Welches Bezahlsystem ist am sichersten? Wie geht die Bezahlung möglichst rasch vor sich? Wie funktionieren die  verschiedenen Bezahlarten, die im Internet angeboten werden? Damit hat sich das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) eingehend auseinandergesetzt – und bbx.de hat die wichtigsten Punkte aufgegriffen und anschaulich verpackt. So fällt die Entscheidung beim nächsten Online-Einkauf vielleicht leichter …

Online-Bezahlmodelle

Zahlungsart So funktioniert’s Darauf sollte man achten
Handy/Smartphone
  • schnelle und bequeme Durchführung kleinerer Transaktionen wie bspw. die Bezahlung von Tickets im öffentlichen Nahverkehr
  • Hinweise der Dienstanbieter beachten
  • monatliche Mobilfunkabrechnung auf falsche Abbuchungen prüfen
Kreditkarte
  • Angabe der Kreditkartengesellschaft, Kreditkartennummer und der Sicherheitsnummer
  • Geld wird unmittelbar vom Verkäufer eingezogen, Ware kann gleich verschickt werden
  • Rückbuchung seitens des Käufers bei nicht versendeter oder schadhafter Ware
  • verschlüsselte Übermittlung der Kreditkartendaten -> beim „Betreten“ des Online-Shops wechselt man auf eine https-Seite, vor Abschluss einer Bestellung wird die Kreditkartennummer nur teilweise im Klartext angezeigt
  • Vorsicht Phishing: Gefälschte Emails, die einen zur Herausgabe der Kreditkartendaten bewegen wollen -> seriöse Online-Händler verschicken keine derartigen Mails
Nachnahme
  • Rechnungsbetrag wird an den Postzusteller bei Lieferung der Ware in bar bezahlt
  • Reklamationen bei schadhafter Ware sind kompliziert
  • bei Anlieferung muss der Käufer erreichbar sein, bei Auslieferung durch die Deutsche Post auch Filialabholung möglich
Bankeinzug
  • Rechnungsbetrag wird direkt vom Bankkonto abgebucht, Konto wird normalerweise erst bei Warenversand belastet
  • Übermittlung der vollständigen Daten an Verkäufer: Abfrage von Kontonummer, Bankleitzahl, Name des Geldinstituts
  • nie TAN- oder PIN-Nummer angeben
  • auf verschlüsselte Übertragung achten, eines der sichersten Verfahren: die „Secure Socket Layer“ (SSL)-Übertragung
  • bei unberechtigter Abbuchung kann man das Geld zurückbuchen lassen
  • auch bei der Bezahlung via Bankeinzug sollte man sich vor Phishing-Betrügern in Acht nehmen
Vorkasse
  • Händler, die Bezahlung per Vorkasse anbieten, sollten auch mindestens einer weitere Zahlungsmethode anbieten -> andernfalls ist von der Bezahlung per Vorkasse abzuraten
  • Informationen über Online-Händler einholen, Vertrauenswürdigkeit prüfen
  • Adresse und Telefonnummer sollten, neben elektronischen Kontaktdaten, ebenfalls vorhanden sein
GeldKarte
  • das Aufladen und die Bezahlung mit der GeldKarte im Internet setzt einen Chipkartenleser der Sicherheitsklasse 3 voraus, Java-Applet muss im Browser installiert sein
  • Online-Händler erstellt virtuelle Rechnung, die zum Chipkarten-Terminal gesendet wird -> Kartenlesegerät gibt den zu zahlenden Betrag an -> Zahlung wird über Tastatur des Lesegeräts bestätigt und verschlüsselt an den Verkäufer übermittelt
  • Anschaffungskosten eines Kartenlesegeräts sind sehr hoch, dafür ist das System aber auch ziemlich sicher
Bezahlsystem-Anbieter (PayPal, Click&Buy, etc.)
  • Konto-Eröffnung bei einem Bezahlsystemanbieter, dort werden persönliche Daten sowie Bankverbindung bzw. Kreditkartendaten hinterlegt
  • der Online-Shop leitet bei Bezahlung via Bezahlsystem direkt auf die Webseite weiter, wo man sich anmeldet und die Transaktion bestätigt; Zahlung wird an den Händler weitergegeben, der Betrag wird vom Bankkonto oder von der Kreditkarte eingezogen
  • auf Zugangsdaten zum Bezahlsystem achten, Vorgänge auf dem Konto regelmäßig überprüfen, bei unbekannten Transaktionnen immer sofort Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen

Für alle Bezahlvarianten im Internet gilt: Die Daten sollten immer verschlüsselt übertragen werden, am besten mittels einer SSL-Verbindung. Zu erkennen ist die sichere Verbindung daran, dass in der Browserzeile statt des sonst üblichen http bei der Datenübertragung ein https angezeigt wird.

100 %-ige Sicherheit bietet keines der vorgestellten Bezahlmodelle. Aber man kann Internet-Bezahlungen ein wenig sicherer machen, indem man auf bestimmte Dinge achtet und vor allem niemals sensible Daten weitergibt, die von seriösen Online-Händlern niemals angefragt werden würden. Dann macht das Shoppen im Internet so richtig Spaß!

Spartipps für Bahnfahrer

Fahrgäste spiegeln sich in einem vorbeifahrenden Zug

Einfach ist es nicht, das Preissystem der Bahn. Da gibt es Normalpreise, Sparpreise, BahnCards, Länder-Tickets und wie die vielen Angebote sonst noch alle heißen. Und einen Höchstpreis gibt es auch: Mehr als 139,- € für eine einfache Fahrt muss man innerhalb Deutschlands nie bezahlen. Allerdings muss man sich schon ziemlich gut auskennen, um ein echtes Schnäppchen zu machen.

Spartipp Nr. 1: Online-Kauf oder Kauf am Automaten

Wer sein Ticket am Schalter im Reisezentrum kauft, zahlt den Service gleich mit. So kostet beispielsweise das „Schönes-Wochenende“-Ticket am Schalter 44,- €. Kauft man dasselbe Ticket am Automaten oder im Internet, zahlt man nur 42,- €.

Spartipp Nr. 2: Die BahnCards

Wer weiß, dass er die Bahn öfter einmal nutzen will, sollte sich über den Kauf einer BahnCard Gedanken machen. Die gibt es in verschiedenen Ausführungen – und zu verschiedenen Preisen.

BahnCard 25 BahnCard 50 BahnCard 100 Einsteiger BahnCard 25
Wer nicht regelmäßig Bahn fährt, lohnt sich die BahnCard 25. Mit der Karte erhält man 25 % Ermäßigung auf den Normalpreis. Darüber hinaus bekommt man auch Ermäßigung auf Sparangebote (was mit der BahnCard 50 nicht möglich ist). Für Vielfahrer rechnet sich die BahnCard 50. Damit spart man immer 50 % auf den Normalpreis. Das hat aber auch seinen Preis. Sehr teuer, dafür zahlt man aber auch „nur“ die Karte: die BahnCard 100. Damit braucht man überhaupt kein Ticket mehr. Wer sich nicht so ganz sicher ist, ob sich eine BahnCard für ihn rechnet, hat bis zum 31.12.2013 die Möglichkeit, die Einsteiger BahnCard 25 drei Monate lang zu testen.
61,- € (2. Klasse) bzw. 123,- € (1. Klasse)

Ermäßigungen gibt es für Ehe- und Lebenspartner, eigene Kinder und verschiedene Personengruppen wie Senioren und Studenten

249,- € (2. Klasse) bzw. 498,- € (1. Klasse)

Auch hier sind Ermäßigungen für Ehe- oder Lebenspartner, eigene Kinder sowie bspw. Studenten oder Senioren drin.

4.090,- € (2. Klasse) bzw. 6.890,- € (1. Klasse).

Partner können die BahnCard 25 oder auch BahnCard 50 kostenlos oder zumindest ermäßigt erhalten, auch eigene Kinder bis 17 Jahre erhalten eine kostenlose BahnCard 25.

19,- €

Lohnt sich übrigens evtl. auch für Kurzentschlossene, die noch schnell ein günstigeres Ticket über die Weihnachtsfeiertage bekommen wollen.

 Spartipp Nr. 3: Sparpreise für Frühbucher

Wer mindestens drei Tage im Voraus bucht, ist klar im Vorteil gegenüber Spontan-Reisenden. Denn bis zu diesem Zeitpunkt kann man sich die sogenannten Sparpreise sichern. Wer zweite Klasse fährt, kann damit ein Ticket ab 29,- € ergattern. BahnCard 25-Kunden bekommen darauf weitere 25 % Rabatt. Nachteil: Mit dem Sparpreis ist man an eine bestimmte Verbindung gebunden. Verpasst man den Zug ist das Ticket futsch.

Spartipp Nr. 4: „Schönes-Wochenende“-Ticket und Länder-Tickets

Kurzentschlossene können auch mit dem „Schönes-Wochenende“-Ticket bzw. mit einem Länder-Ticket Geld sparen. Ersteres gibt es für 44,- € bzw. 42,- € für bis zu fünf Mitreisende. Damit kann man dann ganz Deutschland bereisen. Aber nur am Wochenende. Und nur in Regionalzügen. Was sich ganz schön in die Länge ziehen kann. Wochentags rechnen sich oftmals die Lände-Tickets. Die kauft man für das jeweilige Bundesland, das man damit „befahren“ möchte. Die Länder-Tickets gibt es ab 22,- € für eine Person. Hinzu kommen Zuzahlungen bspw.  für Mitreisende. Wer unter der Woche ganz Deutschland bereisen möchte, kann dies mit dem „Quer durchs Land“-Ticket tun. Ab 44,- € für bis zu vier Mitfahrer (die dann eine kleine Zuzahlung leisten müssen), nur in Regionalzügen.

Hat man sich durch den Dschungel an (Spar-)Angeboten gekämpft wird man feststellen, dass die Bahn nicht unbedingt teuer sein muss. Vorausgesetzt man bringt ausreichend Zeit mit und weiß, mit welchen Tricks man den Normalpreis umgehen kann. Und wer weiß – vielleicht ergattert man ja mit ein wenig Glück noch ein tolles Sparangebot für die Feiertage …

Das ändert sich im neuen Jahr

Kalender

Gute Vorsätze fürs neue Jahr hat wahrscheinlich so ziemlich jeder. Und in den meisten Fällen werden diese wohl eher schlecht als recht umgesetzt. Was aber definitiv umgesetzt wird, sind all die neuen Gesetze und Bestimmungen, die 2014 in Kraft treten. Die einen machen mehr, die anderen vielleicht etwas weniger Sinn. Wer wovon profitieren kann (oder auch nicht), verrät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – und unsere Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen 2014.

Finanzen und Vorsorge

SEPA
  • Einführung des neuen Bezahlsystems Single Euro Payments Area (SEPA) am 1. Februar 2014
  • v.a. Überweisungen und Lastschriften werden davon betroffen sein
  • Ziel: Der Zahlungsverkehr innerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), Monacos und der Schweiz soll billiger und einfacher werden
Wohn-Riester
  • Kapital aus bestehendem Wohn-Riester-Vertrag darf ab dem 1. Januar 2014 jederzeit entnommen werden
  • Kapital aus Wohn-Riester-Vertrag darf auch zum altersgerechten Umbau genutzt werden
  • Sparer darf jederzeit entscheiden, ob das Wohnförderkonto in der Auszahlungsphase sofort oder in Raten ausbezahlt wird
Rürup-Rente
  • 2014 sind 78 % der Rürup-Beiträge als Sonderausgaben absetzbar; Anteil der nachgelagerten Besteuerung in der Auszahlungsphase steigt auf 68 %
  • Separate Versicherung gegen Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit möglich. Voraussetzung: Im Versicherungsfall muss eine lebenslange Rente gezahlt werden
Riester-Rente
  • 20 % der Beiträge zur Riester-Rente können ab dem 1. Januar 2014 für eine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung eingesetzt werden
Verbraucherinsolvenz
  • Verkürzung der Verbraucherinsolvenz ab 1. Juli 2014: Wer 35 % oder mehr der Gläubigerforderungen plus die Verfahrenskosten begleichen kann, wird bereits nach drei (und nicht erst nach sechs) Jahren von den Restschulden befreit
  • Mehr Chancen auf außergerichtliche Einigung mit Gläubigern, Initiative muss vom Schuldner ausgehen, bevor ein Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt werden darf
  • Gültig sind die Neuerungen für alle Privatinsolvenzanträge, die nach dem 1. Juli 2014 gestellt werden
Inkassoforderungen
  • Verpflichtung von Inkassobüros und im Inkasso tätigen Rechtsanwälten zu mehr Transparenz ab dem 1. November 2014
  • Folgende Punkte müssen  offengelegt werden:
    Name und Firma des Auftraggebers
    Grund für die Forderung
    Datum des Vertragsabschlusses
Mehrwertsteuer
  • Zum 1. Januar erhöht sich die Mehrwertsteuer für Anlage- und Sammlermünzen aus Silber von 7 auf 19 %

 

Energie und Verkehr

Energieeinsparverordnung (EnEV)
  • Zum 1. Mai 2014 tritt die neue EnEV in Kraft; folgende Verbesserungen sind vorgesehen:
    Energieausweis: Energieeffizienzklasse für Wohngebäude, Käufer/Mieter erhält eine Kopie des Ausweises, bessere Überprüfung der Aussteller
    Neubau: Ab 2016 sind für Neubauten um 25 % höhere energetische Anforderung notwendig; Anstieg des Dämmstandards um durchschnittlich 20 %; keine weitere Verschärfung bei Sanierungen geplant
    Heizkessel: Austausch von Öl- und Gasstandardkesseln nach 30 Jahren (ab 2015)
Einspeisemanagement für Photovoltaikanlagen
  • Zwischen 2009 und 2012 errichtete Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen 30 und 100 kWh müssen bis zum 1. Januar 2014 so nachgerüstet sein, dass sie sich am Einspeisemanagement beteiligen können, wie es laut Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen ist
  • Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Leistung von über 10 kWh bis 1.000 kWh werden nur noch 90 % des Stroms nach EEG-Sätzen vergütet
EEG-Umlage
  • Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien steigt 2014 um 0,963 ct auf 6,240 ct/kWh an; Privathaushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh müssen mit einem Anstieg der Stromkosten von etwa 2,73 € im Jahr rechnen
  • Verbraucher dürfen mit dem Zeitpunkt der Erhöhung in einen anderen günstigeren Tarif oder zu einem günstigeren Anbieter wechseln
Warmwasser- und Heizwärmezähler
  • Verwendung geeichter Warmwasser- und Heizwärmemessgeräte ab dem 1. Januar 2014
  • Mieter dürfen Kosten für Heizung und Warmwasser pauschal um 15 % kürzen, sofern der Vermieter keine geeigneten Messgeräte verwendet
Widerrufsrecht
  • Recht auf Widerruf eines Strom- oder Gasvertrags, der im Internet abgeschlossen wurde, tritt am 13. Juni 2014 in Kraft
Staubsauger
  • Ab 1. September 2014 Verbot stromfressender Staubsauger seitens der EU; nur noch Verkauf von Geräten mit einer Leistung unter 1.600 Watt
  • Kennzeichnung aller Staubsauger mit einem Label, das den Verbrauch anzeigt
  • Verschiedene Geräte wie bspw. Industriestaubsauger oder Nasssauger sind von der Ökodesign-Verordnung der EU ausgenommen
Verkehrssünderdatei
  • Ab 1. Mai 2014 gilt neues Punktesystem bei der Verkehrssünderdatei in Flensburg (nur noch drei statt sieben Punkte) – es wird in „schwere Verstöße“ (bspw. Telefonieren am Steuer), „besonders schwere Verstöße“ (bspw. Überfahren roter Ampeln) und „Straftaten“ (bspw. Fahrerflucht) unterteilt
  • Ordnungswidrigkeiten (also alles, was zwar ein Vergehen ist, die Verkehrssicherheit aber nicht gefährdet) wird nicht mehr mit Punkten bestraft, dafür steigen die Bußgelder an
Warnwesten
  • In jedem Fahrzeug muss ab dem 1. Juli 2014 eine Warnweste vorhanden sein
EasyPASS
  • E-Gates an den fünf passagierstärksten deutschen Flughäfen Frankfurt/Main, Düsseldorf, München, Hamburg und Berlin (nach der Öffnung)
  • Automatisierte Überprüfung der Fluggäste, die in Besitz eines elektronischen Reisepasses oder auch des neuen deutschen Personalausweises sind
  • Ziel: Erhöhung der Sicherheit, Verkürzung der Wartezeiten

 

Gesundheit und Pflege

Elektronische Gesundheitskarte
  • Elektronische Gesundheitskarte wird zum 1. Januar 2014 Pflicht für gesetzliche Versicherte
  • Die Behandlung wird Versicherten ohne elektronische Gesundheitskarte zwar nicht verweigert, der Arzt kann die Behandlung in diesem Fall aber dem Patienten privat in Rechnung stellen
Stationäre Pflege
  • Pflegeheime müssen Pflegekassen ab Januar 2014 über die Sicherstellung der medizinischen Behandlung und der Arzneimittelversorgung informieren
  • Angehörigen und Pflegebedürftigen werden diese Informationen im Netz zugänglich gemacht
Noten für Pflegeheime
  • Neues sinnvolleres Benotungssystem für Pflegeheime ab dem 1. Januar 2014 („Pflege-TÜV“)
  • Jährliche (unangemeldete) Überprüfung der Einrichtungen
Arbeitnehmerfreizügigkeit
  • Menschen aus Bulgarien und Rumänien dürfen ab dem 1. Januar 2014 ohne Arbeitserlaubnis in Deutschland einer Arbeit nachgehen und erhalten somit alle Rechte als EU-Bürger

 

Ernährung

Allergenkennzeichnung
  • Ab dem 13. Dezember 2014 müssen EU-weit die 14 Stoffe auf der Zutatenliste hervorgehoben werden, die am häufigsten allergische Reaktionen hervorrufen; die Art und Weise der Kennzeichnung obliegt nationalen Bestimmungen
Mindestschriftgröße
  • Ebenfalls ab 13 Dezember 2014 gilt eine Mindestschriftgröße von 1,2 Millimetern (auf das kleine „x“ bezogen) auf Lebensmittelpackungen
Nährwert- und Kalorienangaben
  • Wer freiwillig eine Nährwerttabelle auf einer Lebensmittelverpackung angibt, muss diese ab dem 13. Dezember 2014 so gestalten, dass die Regeln eingehalten werden, die 2016 verpflichtend werden:
    Angabe des Kaloriengehalts
    Angabe von sechs Nährstoffen
    konkrete Salzangabe
  • Nährwerttabelle muss auch im Internet abrufbar sein
„Analogkäse“/“Klebefleisch“
  • Ab 13. Dezember 2014 müssen ersatzweise verwendete Inhaltsstoffe in unmittelbarer Nähe zum Produktnamen angegeben werden
Kennzeichnung von Nanomaterialien
  • Sind in Lebensmitteln technisch hergestellte Nanomaterialien vorhanden, müssen diese ab dem 13. Dezember 2014 mit dem Zusatz „Nano“ versehen werden
Energy Drinks
  • Energy Drinks müssen ab 13. Dezember 2014 nicht nur den Vermerk „erhöhter Koffeingehalt“ tragen, sondern auch mit dem gut sichtbaren Hinweis „Für Kinder und Schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ versehen werden.
Lebensmittel im Internet
  • Hinweis auf allergene Stoffe, sowie Informationen über die Zutatenliste bei Lebensmitteln, die über das Internet bestellt werden, müssen vom Händler ab dem 13. Dezember 2014 bereits vor Vertragsabschluss bereitgestellt werden
Werbung mit „Gesundheit“
  • Liste der EU zu gesundheitsbezogenen Aussagen zu Lebensmitteln wird erweitert, zum 2, Januar 2014 sowie zum 13. Mai 2014
Logo für regionale Lebensmittel
  • Herkunft von Lebensmitteln kann ab Anfang 2014 mit einem bundesweit einheitlichen blau-weißen „Regionalfenster“ hervorgehoben werden; Voraussetzung ist ein Zulassungs- und Kontrollverfahren

 

Internet und Kommunikation

Widerruf beim Online-Kauf
  • EU-weit einheitliche Widerrufsregelungen (14-tägiges Widerrufsrecht) beim Online-Kauf ab dem 13. Juni 2014
  • Deutsche 40-Euro-Klausel (Händler bezahlt Retoure bei Warenwert über 40,- €) entfällt
  • Regelung gilt nur für Verträge, die ab diesem Zeitpunkt geschlossen wurden
Handynutzung im Ausland
  • Preise für Telefonate und Internetnutzung im EU-Ausland (Roaming) sinken am 1. Juli 2014
  • Kunde muss auch ohne Mehrkosten auf Verbindungen anderer Gesellschaften zugreifen können
Porto
  • Porto für einen Standardbrief erhöht sich auf 60 ct (bislang 58 ct), Einschreiben kosten künftig 2,15 €, Einwurfeinschreiben 1,80 €
  • Porto für Standardpäckchen bleibt gleich, alle anderen Päckchen und Pakete werden um jeweils 9 ct teurer

 

Recht und Steuern

Rechtsstreit mit Unternehmen
  • Ab Januar 2014 können Kunden von Anbietern nicht mehr so leicht über den Tisch gezogen werden. Grund dafür sind Grundsatzentscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH), auf die sich Verbraucher bei Rechtsstreitigkeiten berufen können
Prozesskostenhilfe
  • Neue Regeln für den Antrag auf Prozesskostenhilfe ab dem 1. Januar 2014
  • Voraussetzungen für Gewährung der Prozesskostenhilfe:
    Verbesserungen beim Einkommen müssen vier Jahre nach Endes des Verfahrens mitgeteilt werden
    Antragssteller muss auf Wunsch des Gerichts eine Versicherung abgeben, wie es um seine wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse bestellt ist
    bei unrichtigen Angaben droht ein Strafverfahren
Verpflegungspauschale
  • Die Pauschalen für Verpflegung bei Dienst- oder Geschäftsreisen werden ab dem 1. Januar 2014 neu berechnet
Entfernungspauschale
  • Ab 1. Januar 2014 wird die Entfernungspauschale nicht mehr anhand der „regelmäßigen Arbeitsstätte“ sondern an der „ersten Tätigkeitsstätte“ berechnet – unabhängig davon, wie oft und wie viel der Arbeitnehmer dort gearbeitet hat
Zweitwohnung am Arbeitsort
  • Wer eine Zweitwohnung an seinem Arbeitsort hat, kann davon künftig nur noch bis zu 1.000,- € monatlich bei der Steuer absetzen
  • Werbungskosten können auch nur dann geltend gemacht werden, wenn die Zweitwohnung beruflich notwendig ist (was vom Finanzamt künftig nach einer neuen Regel überprüft wird)
Übernachtungsausgaben
  • Dienstliche Übernachtungskosten können weiterhin als Werbungskosten abgesetzt werden (vorausgesetzt es liege entsprechende Belege vor); ab 2014 werden vom Finanzamt aber nur noch 48 Monate berücksichtigt, danach können nur noch 1.000,- € im Monat steuerlich geltend gemacht werden; Die 48-Monats-Frist beginnt erneut, wenn es eine Unterbrechung der auswärtigen Tätigkeit um mindestens 6 Monate gab
Grunderwerbssteuer
  • In Bremen, Niedersachsen, Berlin und Schleswig-Holstein steigt die Grunderwerbssteuer ab Januar 2014; in Bremen und Niedersachsen auf 5,0 %, in Berlin auf 6,0 % und in Schleswig-Holstein auf 6,5 %

 

Einkommen und Abgaben

Beitragsbemessung und Versicherungspflicht
  • Die Beitragsbemessungsgrenze steigt zum 1. Januar 2014 von 3.937,50 € auf 4.050,- € im Monat
  • Die Versicherungspflichtgrenze wird von 52.200,- € im Jahr auf 53.550,- € im Jahr angehoben
Rentenversicherung
  • Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt von 5.800,- € auf 5.950,- € (West) bzw. von 4.900,- € auf 5.000,- € (Ost)
Grundfreibetrag
  • Ab 2014 müssen alle, die unter 8.354,- € im Jahr verdienen keine Steuern entrichten
Kinderfreibetrag
  • 2014 steigt der Kinderfreibetrag auf 4.440,- € jährlich an
Hartz IV
  • Ab 1. Januar erhält ein alleinstehender Erwachsener monatlich 391,- € Grundsicherung (Hartz IV), die Regelsätze für Familienmitglieder, die im selben Haushalt leben, steigen anteilig an
Zeitarbeit
  • Ab 1. Januar 2014 steigt der Mindestlohn für Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche an; im Westen entspricht dieser einem Lohn von 8,50 €/h, im Osten einem Lohn von 7,86,- €

Der Blaue Engel fürs Kinderzimmer

Kleinkind bestaunt Bauklötze

Für die lieben Kleinen will man nur das Beste. Dumm nur, wenn auch das vermeintliche Ökospielzeug plötzlich alles andere als gesundheitsfreundlich ist. So zumindest das Ergebnis einer Untersuchung von Stiftung Warentest. Das BMU will jetzt für Klarheit (und vor allem mehr Sicherheit) in Sachen Spielzeug sorgen – mit dem Blauen Engel.

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Die Grafik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zur Bedeutung des Blauen Engels. © Statista

Ökolabel als Entscheidungshilfe

Das Umweltsiegel, das man bereits von Toilettenpapier und Co. kennt, soll künftig auch Spielwaren zieren, wie die Parlamentarische Staatssekretärin des BMU, Katherina Reiche, in einer Pressemitteilung bekanntgab: „Gesundheitliche Gefahren für unsere Kinder müssen ausgeschlossen werden. Helfen kann dabei das Umweltzeichen Blauer Engel. […] Die jüngste Untersuchung der Stiftung Warentest hat gezeigt: Es ist möglich, Spielzeug zu produzieren, das die Gesundheit unserer Kinder nicht gefährdet.“

Reiche will mit dem Blauen Engel nicht nur Eltern einen zuverlässigen Wegweiser an die Hand geben, sondern sieht vor allem auch Hersteller in der Pflicht. Ihrer Meinung nach bestehe „dringender Handlungsbedarf. Von Kinderspielzeug dürfen keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen. Schädliche Substanzen gehören nicht in Kinderspielzeug. Die Verbraucher müssen aufgeklärt werden, aber auch die Hersteller sind gefordert.“

Sicheres Spielzeug schon 2014?

Zu Beginn des neuen Jahres will sich das BMU gemeinsam mit dem Umweltbundesamt an die Arbeit machen. Keine leichte Aufgabe. Denn den Blauen Engel erhalten nur die Waren und Dienstleistungen, die aus Umweltsicht am besten sind. Immerhin gilt es einen Ruf zu verteidigen: Das Umweltsiegel ist das erste und auch bekannteste Ökolabel der Welt, mit dem Dienstleistungen und Produkte ausgezeichnet werden. Seit 1978 ziert es etwa 12.000 Produkte in 120 verschiedenen Produktgruppen – und gibt Verbrauchern damit eine zuverlässige Entscheidungshilfe an die Hand.

Weiter Weg bis zum Engel

Jetzt gilt es, die Kriterien für die Vergabe des Blauen Engels an Spielzeug zu entwickeln. Sind diese erarbeitet, werden sie Experten – dazu gehören neben den Herstellern auch Umwelt- und Verbraucherverbände – vorgelegt, um sie zu diskutieren, im Anschluss muss die Jury Umweltzeichen dem Ganzen zustimmen. Ein gutes Stück Arbeit. Und vor allem eine Menge Bürokratie, die es da zu überwinden gilt. Reiche aber bleibt optimistisch: „Ich hoffe, dass es zu Weihnachten 2014 umweltfreundliches Spielzeug mit dem zertifizierten Blauen Engel geben wird.“

Wenn der Stromanbieter das Licht ausknipst

Stromzähler steht auf Null

In Deutschland müssen Netzbetreiber Versorgungssicherheit gewährleisten. Was aber nicht mehr und nicht weniger besagt, als dass die Stromnetze einwandfrei funktionieren müssen und – falls es doch zu Störungen kommen sollte – auf andere Leitungen ausgewichen werden kann. Was folglich auch bedeutet, dass ein Anbieter durchaus dazu berechtigt ist, einem Kunden den Saft abzudrehen. Versorgungssicherheit hin oder her.

Zahlung weg – Strom weg

Ein aktuelles Urteil des BGH bestätigt Stromversorger jetzt darin, dass diese säumigen Zahlern den Strom abdrehen können. Zuvor hatte ein Schreibwarenhändler aus Nordrhein-Westfalen gegen RWE geklagt. Nachdem er seine Jahresabrechnung in Höhe von 1.300,- € nicht bezahlt hatte, wurde in seinem Laden der Strom abgestellt. Der Unternehmer wollte sich mit seiner Zahlungsverweigerung gegen die Preiserhöhungen im Jahr 2008 protestieren. Im Grunde ja gar keine so schlechte Idee. Allerdings hätte er wenigstens den vereinbarten Grundpreis zahlen sollen. Dann hätte RWE auch keine Stromsperre verhängen können.

Stromsperren abhängig vom Einkommen

Mehr als 300.000 deutschen Haushalten wurde im Jahr 2011 der Strom abgestellt, wie die Bundesnetzagentur ermittelt hat. Besonders häufig seien demnach Menschen mit sehr niedrigem Einkommen oder Hartz-IV-Empfänger betroffen.

Allerdings darf ein Energieversorger nicht ohne Vorankündigung die Stromversorgung kappen. Bestimmte Regelungen gibt es schon. So darf erst ab einem Zahlungsrückstand von 100,- € eine Stromsperre verhängt werden. Und auch nur dann, wenn der Verbraucher nicht schlüssig begründet hat, warum er nicht zahlt. Darüber hinaus müssen zuvor eine Abmahnung erfolgen sowie eine Sperrung angedroht werden, bevor der Strom tatsächlich abgedreht wird.

Nächste Instanz

Wie die Nachrichtenagentur dpa laut Stern Online berichtet, will der Anwalt des Klägers seinem Mandanten nahelegen, nun Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einzureichen. Die Begründung: Für Verbraucher sei überhaupt nicht klar ersichtlich, wie hoch der Grundpreis ist und wo eine Preiserhöhung anfängt. Für den Juristen steht fest, dass eine Stromrechnung viel zu hohe Rechenansprüche an den Kunden stelle. Damit ließe sich auch das Verhalten seines Mandanten rechtfertigen.

Arme Alte: OECD warnt vor Altersarmut

alter-mann-straße

Die Menschen werden immer älter. Und damit auch immer teurer. Die Politik ist daher gefordert, die Rentensysteme auszubauen und vor allem deren Finanzierung zu fördern. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, zeigt der aktuelle Rentenbericht der OECD, in dem die Organisation auf die Schwierigkeiten einer Neustrukturierung eingeht und sagt, wo Nachbesserungsbedarf besteht.

Eckpunkte des Rentenberichts der OECD

  • Vor allem Geringverdiener werden nur schwer eine ausreichend hohe Rente bekommen. Darüber hinaus ist es ebendiesem Personenkreis meist nicht möglich, private Altersvorsorgemaßnahmen zu treffen.
  • Wie hoch die Rente sein wird, ist von mehreren Faktoren abhängig. In erster Linie ist die Grundlage dafür natürlich die persönliche Arbeitssituation. Sprich: Hat man überhaupt eine Arbeit? Ist die Berufstätigkeit von Zeiten der Arbeitslosigkeit unterbrochen? Wie hoch ist das Einkommen? Aber auch andere Einflüsse spielen eine Rolle. Wie zum Beispiel die wirtschaftliche Situation des Landes, oder auch der individuelle Lebensstandard. Gerade Menschen mit Behinderung oder langwierigen Erkrankungen sind möglicherweise überhaupt nicht in der Lage, ausreichend hohe Rentenansprüche zu erwerben.
  • Je länger man arbeitet, umso höher ist der Rentenanspruch. Aus diesem Grund wurde beispielsweise das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben. Doch damit allein ist nicht sichergestellt, dass die Menschen auch tatsächlich möglichst lange erwerbstätig bleiben.
  • Wer heute in Deutschland Rentner ist, hat Anlass zur Freude. Immerhin 86 % des Einkommens eines Erwerbstätigen haben deutsche Ruheständler zur Verfügung. Doch dieses Niveau lässt sich vermutlich nur schwer halten.
  • Man sollte nicht vergessen, dass es auch verdeckte Altersarmut gibt. Was bedeutet, dass der ein oder andere Rentner einen Antrag auf Sozialleistungen nicht stellt, auch wenn ihm diese zustehen würde. Gründe dafür sind unter anderem Scham oder auch mangelnde Information.
  • Die Kluft zwischen armen und reichen Rentnern könnte sich in Zukunft noch vergrößern. Denn je mehr man von der privaten Altersvorsorge abhängig wird, desto mehr wird sich dieser Abstand vergrößern. Staatlich geförderte Altersvorsorgemodelle wie die Riester- oder die Rürup-Rente sind zwar ein erster Schritt, um Altersvorsorge auch für ärmere Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen, ausreichend ist dies aber noch lange nicht.
  • Wer ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung besitzt, spart sich zumindest die Mietkosten im Alter. Und wer auf ein wenig Finanzvermögen zurückgreifen kann, ist auch besser dran als andere. Allerdings ist letzteres irgendwann einmal aufgebraucht. Und zusätzlich zur Immobilie möchte man ja auch noch was zu essen und etwas zum Anziehen haben. Um das Einkommen im Alter zu sichern, braucht es etwas mehr.
  • Wer im Alter nicht nur wenig Geld hat, sondern auch noch krank oder pflegebedürftig ist, ist nach Ansicht der OECD – relativ gesehen – besser dran als Personen, die mehr Geld im Alter zur Verfügung haben. Klingt absurd. Die Erklärung: Wer krank bzw. pflegebedürfig ist, kann öffentliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Einkommensschwächere Rentner bekommen solche Leistungen, wie Gesundheitsversorgung oder Langzeitpflege bspw. von der Krankenkasse bezahlt. Reichere Rentner müssen dafür (zumindest teilweise) selbst aufkommen. Allerdings muss die Politik künftig noch mehr in derartige Dienstleistungen investieren, um der Altersarmut effektiv entgegentreten zu können.

Wie das alles finanziert werden soll, geht aus dem Bericht der OECD nicht hervor. Doch wenn man das alles so sieht, wird einmal mehr deutlich, wie wichtig eine private Altersvorsorge ist. Denn nur weil die OECD eine Verbesserung fordert, ist das kein Garant dafür, dass kommende Rentnergenerationen auch tatsächlich von solchen Maßnahmen profitieren können.

Weihnachtliche Schnäppchenjagd

Jeansstoff mit Sale-Aufnäher

Wie Welt Online berichtet sind die Deutschen dieses Jahr besonders großzügig in Sachen Weihnachtsgeschenke. Einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge wollen Verbraucher im Schnitt 273,- € für Geschenke ausgeben. Das sind 43,- € mehr als im vergangenen Jahr. Den Handel wird das freuen – immerhin wird mit einem Gesamtumsatz von mehr als 80 Milliarden Euro gerechnet. Um das Ganze noch zusätzlich anzufeuern locken Läden und Online-Händler mit (angeblich) stark reduzierten Waren. Doch das ist nur allzu oft ein Trugschluss.

Echte Rabatte im Advent?

Mit Rabattaktionen will der Einzelhandel derzeit die Kunden anlocken. Gerade bei Textilien, Haushaltswaren und Mode wird mit attraktiven Angeboten geworben. Dabei weiß mittlerweile ja fast jeder, dass nach Weihnachten die Preise purzeln. Warum also VOR den Festtagen einkaufen?

Tatjana Halm, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, betont laut Welt Online, dass es stark davon abhängig ist, WAS gekauft wird und FÜR WEN etwas gekauft wird. So kann man beispielsweise bei Schuhen, Bekleidung und Co. davon ausgehen, dass viele Artikel nach den Festtagen zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden als zuvor. Zumal dann auch schon bald wieder die neue Saison ins Haus steht. Hier spart man also am meisten, wenn man statt der neuen Lederstiefel für die Liebste einen Gutschein unter den Weihnachtsbaum legt. Dann kann man zu den Stiefeln auch gleich noch die passende Tasche kaufen. Für den gleichen Preis.

2013-12-09-Finanzierung Weihnachtsgeschenke

Die Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage unter Verbrauchern, über die geplante Finanzierung von Weihnachtseinkäufen in Deutschland im Jahr 2013. © Statista

Bei Küchenmaschinen und Kaffeemaschinen sieht es anscheinend ganz ähnlich aus. Und auch wenn sich das frisch vermählte Paar nichts sehnlicher wünscht als den tollen Vollautomaten, der den morgendlichen Kaffeegenuss zur Geschmacksexplosion werden lässt,  so ist genau dieser Automat in den sogenannten „weißen Wochen“ nach den Feiertagen oftmals um ein Vielfaches günstiger. Auch wenn die aktuellen Prospekte, die uns derzeit gefühlt stündlich ins Haus flattern, eine andere Sprache sprechen.  Übrigens: Auch bei Deko, Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen schont man den Geldbeutel, wenn man erst nach dem Fest auf Shoppingtour geht.

Elektro-Schnäppchen

Bei anderen Produkten sollte man aber bereits im Advent zugreifen, wenn man seinen Liebsten eine Freude machen will. Vor alle bei elektronischen Geräten wie Smartphones, Flachbildfernseher und Tablet-PC gibt es tatsächlich jetzt schon echte Schnäppchen. Hinzu kommt noch, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass das Wunsch-Smartphone des Sohnes auch nach Weihnachten noch in den Regalen liegt. Und mit einem anderen Modell wird er sich vermutlich nicht zufrieden geben. Einmal abgesehen davon, dass die Preise jetzt echt gut sind. Und nach den Festtagen aller Voraussicht nach nicht besser werden, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) laut Welt Online schätzt.

Auch in anderen Bereichen sollte man besser zu früh als zu spät zuschlagen, wenn man nicht auf Restposten zurückgreifen möchte. Dazu zählen beispielsweise Uhren, Schmuck, Spielzeug und Bücher. Je länger man bei diesen Produkten wartet, umso schwieriger wird es, das Richtige zu finden. Auch bei Online-Shops sollte man jetzt schon bestellen, wenn man die besten und vor allem die perfekten Weihnachtsgeschenke finden möchte.

Immobilienpreise steigen 2014 weiter an

Hausfassade in Berlin

Bis ins Jahr 2010 stagnierte der deutsche Immobilienmarkt, danach soll es zu einer Phase des Booms gekommen sein wie die Studienautoren Konstanin A. Kholodilin (DIW Berlin) und Boriss Siliverstoy (KOF Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH) in ihrer Untersuchung darlegen. Für ihre Studie nahmen Kholodilin und Siliverstoy insgesamt 71 Großstädte hinsichtlich der Entwicklung der lokalen Immobilienpreise unter die Lupe.

Metropolen liegen vorne

Besonders in Berlin stiegen die Mieten in den letzten Jahren sprunghaft an. Hier sollen die Preise gar um durchschnittlich rund 8 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen sein. In Hamburg und München gestaltete sich die Mietpreissteigerung mit durchschnittlichen 4,5 % im Jahr dagegen beinahe niedrig. Laut Studie sind die Mieten in 43 von 71 Städten sogar schneller angestiegen als die Verbraucherpreise. Die Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass die Mieten in Metropolen (also in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern) und Großstädten um 2,4 % mehr angestiegen sind als in kleineren Städten und ländlichen Regionen.

Tabelle zu Miet- und Kaufpreisveränderungen

Die Tabelle zeigt die tatsächlichen und prognostizierten Miet- und Kaufpreisveränderungen. © DIW Berlin

Während beispielsweise in Freiburg, Ulm und Wolfsburg die Mieten einen beachtlichen Preissprung verzeichnen, gibt es aber auch Städte, in denen die Mieten sogar günstiger geworden sind. Dazu zählen unter anderem Duisburg, Bottrop und Gelsenkirchen.

Anstieg bei Kaufimmobilien noch höher

Im Vergleich zu den Kaufpreisen ist der Anstieg der Mieten aber noch einigermaßen harmlos. Vom ersten Quartal 2010 bis zum dritten Quartal 2013 ist der Preis für Kaufimmobilien in Großstädten um im Schnitt 7,4 % angestiegen (im direkten Vergleich mit dem Vorjahresquartal). Berlin und München haben dabei die höchsten Wachstumsraten verzeichnet.

Der Grund für die rasante Preisanhebung liegt in der wachsenden Kluft zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn die Bevölkerungszahl in Großstädten um 1,3 % steigt, kann man nicht erwarten, dass dies mit einem Wachstum des Wohnungsbestandes um gerade einmal 0,6 % aufzufangen ist.

Trend setzt sich fort

Wie die Autoren der Studie festgestellt haben, setzt sich dieser Trend fort. Vor allem Mieter und Käufer in den Metropolen werden das zu spüren bekommen. In München beispielsweise sollen der Prognose zufolge die Mieten im dritten Quartal 2014 um 8 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Bisher waren es „nur“ 4,5 %. Auch in Stuttgart, Hamburg und Frankfurt/Main wird ein ähnlicher Anstieg erwartet.

Mietpreisbremse wird negativ gesehen

DIW-Ökonom Kholodilin sieht hinsichtlich dieses andauernden Trends die geplante Mietpreisbremse der Großen Koalition eher kritisch, da dadurch der Anreiz, neue Mietwohnungen zu bauen ziemlich gering sein dürfte. Darüber hinaus würden einkommensschwache Mieter benachteiligt werden.

Ab die (Weihnachts-)Post

Weihnachtspakete und Weihnachtsmann am Fließband

Die deutschen Paketdienste können eigentlich gar nicht anders, als in der Adventszeit zusätzliche Arbeitskräfte zu beschäftigen. Anders ist der riesige Paketberg wohl kaum zu bewältigen. So müssen beispielsweise die DHL-Paketboten vor Weihnachten ungefähr dreimal so viele Sendungen ausliefern wie in den übrigen Monaten. Das berichtet Welt Online unter Berufung auf den stellvertretenden Leiter der DHL-Zustellbasis Hamburg-Altona.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass Hermes mehr als doppelt so viele Pakete zustellen muss wie im restlichen Jahr. Zu den Privatpersonen, die Oma, Tanten und Freunde in aller Welt mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedenken wollen, kommen noch Online-Shopper. Auch die erhalten ihre Sendungen vom Paketdienst. Darüber hinaus lassen sich immer mehr Verbraucher immer mehr Zeit. Nicht nur mit der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken, sondern auch mit dem Versand derselben.

Fristen variieren von Anbieter zu Anbieter

Daher haben die Paketdienste verschiedene Fristen zu denen ein Paket eingeliefert werden muss, damit es seinen Empfänger noch rechtzeitig erreicht. Diese Fristen variieren von Anbieter zu Anbieter.

So sichert Hermes seinen Kunden beispielsweise zu, dass die Weihnachtspost bis Heiligabend ausgeliefert wird, wenn die Sendung bis zum 21. Dezember um 10  abgegeben wurde. Bei DHL und TNT darf man sich sogar noch bis zum 23. Dezember Zeit lassen, um sicherzugehen, dass die Lieben ihre Pakete am 24. Dezember erhalten. Für internationale Sendungen gelten natürlich andere Fristen.

Überblick über Fristen für Versand der Weihnachtspost

Anbieter

Versand innerhalb Deutschlands

Versand innerhalb von EU-Staaten und Schweiz

Versand restliche europäische Länder

Versand außereuropäische Länder

DHL

23. Dezember,
10 Uhr

17. Dezember

11.Dezember

5. Dezember,
mit Premium-Service:
9. Dezember

Hermes

21. Dezember,
10 Uhr

14. Dezember

14. Dezember

Kein Versand möglich

DPD

19. Dezember

18. Dezember

16. Dezember

Kein Versand möglich

GLS

19. Dezember

17. Dezember

17. Dezember

Kein Versand möglich

TNT

23. Dezember

23. Dezember
(Auslieferung: 24.Dezember bis 3. Januar)

23. Dezember
(Auslieferung: 24.Dezember bis 3. Januar)

23. Dezember
(Auslieferung: 24.Dezember bis 3. Januar)

Allerdings empfiehlt es sich trotzdem, Pakete früher zu verschicken. Das entspannt nicht nur die Paketboten, sondern sichert auch die Zustellung falls es zum Beispiel wetterbedingt zu Verkehrsbehinderungen kommen sollte.

Andere Fristen bei Versand ins Ausland

Junge freut sich über Geschenk

Über Weihnachtsgeschenke freut man sich am meisten, wenn sie rechtzeitig ankommen. © thinkstock

Wer Freunde und Verwandte in Übersee hat, sollte besonders frühzeitig mit der Geschenke- und Versandplanung beginnen. So muss man über DHL eine Sendung ins außereuropäische Ausland bereits am 5. Dezember aufgeben, wenn diese rechtzeitig ihr Ziel erreichen soll. Wer sich für den Premium-Service entscheidet hat immerhin noch Zeit bis zum 9. Dezember. Allerdings geht das dann ganz schön ins Geld. Denn während ein Paket in die USA mit einem Gewicht von bis zu 5 kg regulär 36,- € kostet, bezahlt man mit dem Premium Service satte 54,- €.

Mehr Zeit für das Versenden der Weihnachtspost hat man bei den EU-Staaten und der Schweiz. Dafür braucht man die Pakete erst am 17. Dezember (bei DPD bis zum 18. Dezember) in einer Postfiliale abzugeben. In andere europäische Staaten dauert der Versand etwas länger, so dass man beispielsweise ein Weihnachtspaket nach Norwegen bis zum 11. Dezember (bei DPD bis zum 16. Dezember, bei GLS bis 17. Dezember) aufgeben sollte. Bei Hermes muss man etwas schneller sein: Der Paketdienst gibt den 14. Dezember als Frist für alle europäischen Länder an.

Die Mietpreisbremse und warum sie doch nicht so gut ist wie ihr Ruf

Steigender Mietpreis

Eins vorneweg: Dass die Mietpreisbremse tatsächlich kommt, das steht noch nicht fest. Denn noch befinden sich SPD und Union mitten in den Koalitionsverhandlungen. Dass es aber höchstwahrscheinlich dazu kommen wird, davon kann man ausgehen. Immerhin scheinen sich die Koalitionäre darin einig zu sein.

Gerade in den beliebten Vierteln der deutschen Großstädte steigen die Mieten schon seit einigen Jahren immer weiter an. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurde daher beschlossen, dass eine Wohnung, die neu vermietet wird, in Zukunft nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Preismarke liegen soll. Das klingt ja sehr vernünftig und erscheint durchaus sinnvoll. Doch die Realität sieht leider anders aus.

Langfristige Konsequenzen?

Kurzfristig ist die Mietpreisbremse sicher hilfreich – längerfristig eher weniger. Denn im Grunde soll die Mietpreisbremse ja vor allem Gering- und Normalverdienern zugute kommen. Und die haben auf längere Sicht die schlechteren Karten. Denn nur weil eine Wohnung günstig ist, wird sie für Besserverdiener nicht automatisch unattraktiv. Was bedeutet, dass ein Doppelverdiener-Ehepaar ohne Kinder ein ziemlich großes Interesse daran hat, die schicke Wohnung im beliebten Stadtviertel für einen attraktiven Mietpreis zu bekommen. Und dieses Ehepaar wird von Vermietern im Regelfall der Familie mit drei Kindern vorgezogen … auch wenn sich diese die Wohnung dank Mietpreisbremse ja durchaus auch leisten könnten. Im Klartext: So lange das Angebot niedriger ist als die Nachfrage, werden die besser Verdienenden immer einen Vorteil auf dem Mietmarkt haben – Mietpreisbremse hin oder her.

Mietpreiserhoehung ueber 5 Jahre in ausgewaehlten Staedten Deutschlands

Die Statistik zeigt die Entwicklung der Mietpreise in einige deutschen Großstädten. © Statista

Darüber hinaus wird ein Vermieter, der durch die Mietpreisbremse gebunden ist, versuchen, sich das Geld, das er nicht mehr über die Miete einnehmen darf, woanders herzuholen. Möglich wären beispielsweise Abschläge für Einbauküchen oder neue Böden.

Im Endeffekt sind die Gewinner der Mietpreisbremse die Gut- und Besserverdienenden. Denn diese werden dank günstiger(er) Mieten noch mehr Netto vom Netto haben. Und das scheint ja nicht die ursprüngliche Intention der Großkoalitionäre gewesen zu sein … oder?

 

UN-Klimakonferenz in Warschau – eine Bilanz

Bewölkter Himmel über rissigem Boden

Ja, es wurden tatsächlich Entscheidungen getroffen auf der UN-Klimakonferenz. So ganz mit leeren Händen wollten die knapp 200 Staaten dann wohl nicht nach Hause gehen. Allerdings muss man feststellen, dass es im Grunde weniger Entscheidungen waren, die auf dem Klimagipfel getroffen wurden, als vielmehr ein Aufschieben. Aber immerhin: Ein bisschen was hat sich dann doch getan in der polnischen Hauptstadt. Wenn auch leider einiges Negatives, wenn man bedenkt, dass bspw. Japan, Australien und Gastgeber Polen beim Klimawandel nicht (mehr) wirklich mitmachen (wollen). Und dass Organisationen wie Greenpeace und Co. die Verhandlungen aus Protest vorzeitig verlassen haben.

Nun aber zurück zu den getroffenen Beschlüssen, deren Auswirkungen ja letztlich auch wir Verbraucher zu spüren bekommen. Vorausgesetzt die gesteckten Ziele werden irgendwann einmal umgesetzt und nicht wieder nur vertagt.

Neues Klimaabkommen

Aufhalten kann man die Erderwärmung wohl nicht mehr – aber doch zumindest begrenzen. Und genau darum soll spätestens 2020 das Klimaabkommen wirksam werden. Darin soll dann unter anderem festgelegt werden, wie CO2-Emissionen vermindert werden können, wie der Klimaschutz künftig finanziert werden soll (auch und vor allem in Entwicklungsländern) und welche Technologien man längerfristig fördern will. Bis 2015, also bis zur Klimakonferenz in Paris, soll der Fahrplan für das Klimaabkommen stehen. Die einzelnen Staaten müssen spätestens bis dahin ihre Beiträge zur Begrenzung der Erderwärmung vorgelegt haben.

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Die Grafik zeigt die Länder mit den höchsten Leistungen für den Klimaschutz laut Klimaschutz-Index 2014. © Statista

Finanzierung

100 Milliarden US-Dollar im Jahr sollen ab 2020 in die Klimafinanzierung fließen. Was bedeutet, dass die Industrienationen dieses Geld investieren müssen, um die Entwicklungsländer bei der Reduzierung ihrer CO2-Emissionen und anderen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums soll Deutschland im Rahmen der Wahrschauer Konferenz einen freiwilligen Beitrag in Höhe von etwa 40 Millionen US-Dollar geleistet haben, um den Entwicklungsländern zu signalisieren, dass sie für die Umsetzung der Maßnahmen Unterstützung erfahren.

Neue Institution

Auch eine neue Institution wurde im Rahmen der 14-tägigen Konferenz geschaffen. Sie beschäftigt sich mit dem Thema „klimawandelbedingte Verluste und Schäden“. Der sogenannte Warschau-Mechanismus soll die Auseinandersetzung und das Verständnis für die bereits bestehenden irreparablen Schäden aufgrund des Klimawandels fördern und Lösungswege aufzeigen, bzw. Schadensbegrenzung betreiben.

Waldschutz

Durch die Veränderung der Landnutzung werden etwa ein Drittel der weltweiten C02-Emissionen verursacht. Dabei steht die Entwaldung an erster Stelle. In Warschau wurde nun vereinbart, dass unabhängige Prüfer die bereits erreichten Emissionsminderungen in Entwicklungsländern testen. Auch die Grundlage für die Berechnung der Emissionsminderungen wurde im Rahmen der Klimakonferenz festgelegt. Das Waldschutzprogramm REDD+ kann somit national umgesetzt werden.

Wer geglaubt oder zumindest gehofft hat, dass es in Warschau einen Durchbruch in Sachen Klimaschutz gibt, der wurde enttäuscht. Es war eine Konferenz des Aufschiebens und des Vertagens. Nur wenige konkrete Aussagen wurden getroffen. Keine leichten Voraussetzungen für die kommenden Klimakonferenzen in Lima (2014) und Paris (2015), wo endlich alles Wichtige beschlossen werden soll. Wenn diese Konferenzen ebenfalls zu keinen klaren Entscheidungen gelangen, sieht es schlecht aus für den Klimawandel. Und damit auch für unseren Planeten.

Der Leitzins, die EZB und was das alles mit uns zu tun hat

Die Europäische Zentralbank hat ihren Sitz in Frankfurt

Ohne Leitzins geht in der Geldpolitik eigentlich gar nichts. Er legt den Preis fest, den die Geschäftsbanken bei der EZB entrichten müssen, um sich dort Geld zu leihen. Bzw. wie hoch die Zinsen sind, die diese bei einer Geldanlage erhalten. Das wiederum beeinflusst natürlich auch den Handel unter den Banken – und damit letztlich auch die gesamte Volkswirtschaft.

Sparen lohnt kaum

Ist nun also der Leitzins besonders niedrig – wie es aktuell der Fall ist – hat das direkte Auswirkungen auf uns Verbraucher. Im Klartext: Nimmt man jetzt einen Kredit auf, profitiert man vom Niedrigzins. Spart man allerdings beispielsweise im Rahmen eines Tagesgeldkontos etwas an, ist der Leitzins von 0,25 % eher ungünstig. Denn warum sollten die Banken die Zinsen auf Konten anheben, wenn sie sich verhältnismäßig günstig bei der EZB Geld leihen können?

Für die Sparer ist das schlecht. Denn der Niedrigzins bedeutet gleichzeitig, dass die Inflationsrate teilweise höher ist als die Zinsen, die es für die Ersparnisse gibt. Was wiederum bedeutet, dass die Guthaben auf Sparkonten nicht die Kaufkraft haben, die sie mit höheren Zinsen haben könnten.

Wer mit Hilfe einer Lebensversicherung fürs Alter vorsorgen will, hat durch den niedrigen Leitzins auch ein Problem, wie die Online-Ausgabe des Tagesspiegels weiß. Denn auch die Versicherer wollen das Geld ihrer Kunden möglichst gewinnbringend anlegen. Und das ist bei den niedrigen Zinsen alles andere als leicht. So ist die „erneute Absenkung des Leitzinses […] ein fatales Signal an alle Altersvorsorgesparer in Deutschland […] Die niedrigen Zinsen gehen massiv zu ihren Lasten“, zitiert tagesspiegel.de den Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung des Versicherungsverbands GDV, Jörg von Fürstenwerth.

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Die Grafik zeigt die Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft in den Jahren 1999 bis 2013. © Statista

Gut für Häuslebauer

Profitieren können hingegen Immobilienkäufer. Denn wenn die Zinsen niedrig sind, ist eine Verschuldung nicht so schlimm. Die Schulden könnte man dann mit einem niedrigen Geldwert abbezahlen. Allerdings nur dann, wenn man eine entsprechende Zinsbindungsfrist vereinbart hat.

Die Zinsen für Immobilienkredite scheinen auf einem historischen Tief angelangt zu sein. Dank der Absenkung des Leitzinses sind die Zinsen auf diese extrem niedrig. So kann man bei einer Zinsbindung auf fünf Jahre mit Zinsen von 1,7 % rechnen, bei 10-jähriger Zinsbindung sind es 2,5 % und bei 20-jähriger Zinsbindung sind es etwa 3,3 %, wie aus einem Bericht von FOCUS Online hervorgeht.

Wer also in Zeiten eines stetig sinkenden Leitzinses trotzdem etwas ansparen möchte, sollte sich auf längerfristige Anlagen wie eben Immobilien oder auch Festgeldkonten konzentrieren. Wobei man bei letzteren auch nicht mit allzu hohen Zinssätzen rechnen sollte. Für die Aufnahme eines Kredites stehen die Zeichen auch ganz gut. Was Lebensversicherungen und das Altersvorsorgesparen anbelangt, so ist Hoffen und Warten angesagt. Irgendwann wird die EZB den Leitzins schon wieder erhöhen (müssen). Dann rechnet sich das Ganze auch wieder. Oder man entscheidet sich gleich für ein Produkt mit staatlicher Förderung – denn die ist einem auch mit Niedrigzins sicher.

Alle Jahre wieder kommt das Weihnachtsgeld – oder auch nicht

Weihnachtsgeld halten längst nicht alle Beschäftigten in den Händen

Wie eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zeigt, können sich nur 46 % der abhängig Beschäftigten vor den Feiertagen über ein Plus auf dem Gehaltszettel freuen, das ihnen in Form von Weihnachtsgeld, einem 13. Jahresgehalt oder einer Jahressonderzahlung ausbezahlt wird. Von denen, die Weihnachtsgeld beziehen, bekommen allerdings 63 % weniger als ein komplettes Monatsentgelt ausbezahlt. Aber immerhin erhalten sie zusätzliches Geld.

Weihnachtsgeld für viele unverzichtbar

Interessant sind vor allem die Ergebnisse hinsichtlich der Verwendung der Sonderzahlungen. Dabei zeigte sich, dass viele das Weihnachtsgeld fest eingeplant haben. 16 % verwenden das Extrageld, um Schulden abzudecken und Kontoüberziehungen auszugleichen, 30 % der Befragten zahlen damit ihre Versicherungsbeiträge und 33 % bestreiten alltägliche Ausgaben damit. 37 % setzen ihr Weihnachtsgeld für einen Urlaub ein.

Besondere Anschaffungen finanzieren 67 % der Befragten mit dem Feiertagsbonus und 68 % nutzen das zusätzliche Geld, um eine Unternehmung mit der Familie machen zu können. Am häufigsten, nämlich von 77 % der Befragten, wird das Weihnachtsgeld aber für Geschenke eingesetzt. Daraus wird nach Ansicht des ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske ersichtlich, dass die Sonderzahlung in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Konsum der Bürger steht und somit die Binnenwirtschaft ankurbelt.

Auszahlung abhängig von Region und Geschlecht

Euroscheine und Münzen im Weihnachtsmannsocken

Die Höhe des Weihnachtsgelds variiert erheblich. © thinkstock

Auch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat eine Online-Umfrage zum selben Thema gestartet, an der etwa 15.000 Beschäftigte teilgenommen haben. Dabei stellte sich heraus, dass es eine sehr ungleiche Verteilung von Weihnachtsgeld gibt:

So müssen in den neuen Bundesländern 61 % der Beschäftigten ohne die Jahressonderzahlung auskommen, während sich in Westdeutschland fast genauso viele (also 58 %) über ebendiese freuen dürfen. Nicht ganz so groß wie bei der regionalen Zugehörigkeit, aber dennoch deutlich, sind die Unterschiede bei der Gewährung von Weihnachtsgeld bei den Geschlechtern: Bei den Frauen erhalten laut WSI-Umfrage 51 % zusätzlich Geld als Weihnachtsgeschenk, bei den Männern sind es 57 %.  Deutlicher ist der Unterschied bei befristet und unbefristet Beschäftigten: Bei befristeten Verträgen erhalten 45 % Weihnachtsgeld, bei unbefristeten Verträgen sind es 56 %.

Gewerkschaftsmitglieder im Vorteil

Auch eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft kann sich bezahlt machen. Denn von Gewerkschaftsmitgliedern bekommen 64 % eine Jahressonderzahlung, bei Nichtmitgliedern sind es nur 52 %. Grund genug für ver.di im Rahmen der Aktionswoche „Am Ende ist mehr drin“ vom 11. bis 16. November um neue Mitglieder zu werben.

Beschaeftigte mit Weihnachtsgeld

Die Statistik zeigt den Anteil der Beschäftigten, die Weihnachtsgeld erhalten. Quelle ist eine Umfrage der Internetseite lohnspiegel.de unter rund 15.000 Beschäftigten. Insgesamt gaben 54 Prozent der Befragten an, Weihnachtsgeld zu erhalten. © Statista

Besonders gut haben es Tarifbeschäftigte: Stolze 71 % profitieren von Weihnachtszuwendungen. Bei den Beschäftigten ohne Tarifbindung sind es nur 41 %. Wobei es auf den jeweiligen Tarifvertrag ankommt, wie hoch das Weihnachtsgeld ausfällt.

Einen Rechtsanspruch auf Weihnachtsgeld haben Beschäftigte nur dann, wenn die Zahlung im Tarif- oder Arbeitsvertrag oder aber im Rahmen einer Betriebsvereinbarung festgehalten wurde. Und wenn der Arbeitgeber drei Jahre in Folge Weihnachtsgeld bezahlt hat, muss er dies auch weiterhin tun – auch wenn es nicht vertraglich vereinbart wurde.

Briefporto soll auf 60 Cent steigen

Briefe auf Schränkchen

Jedes Jahr reicht die Deutsche Post einen Antrag zur Genehmigung der Briefpreise für das kommende Jahr ein. Was allerdings überraschend kommt ist der Umstand, dass 2014 das Porto für Standardbriefe im Inland auf 60 ct angehoben werden soll. Und das, obwohl bereits 2013 das Porto von 55 auf 58 ct angestiegen ist – was übrigens die erste Erhöhung seit 15 Jahren war. Darüber hinaus soll auch das nationale Einwurf-Einschreiben um 20 ct teurer werden. Alle anderen nationalen Briefformate sollen nicht teurer werden.

Auch international kommen Änderungen auf die Postkunden zu. Bei Maxi-Briefen, die zwischen 1 kg und 2 kg wiegen, steigt das Porto von 16,90 € auf 17,- € an. Zudem werden die Kosten für Einschreiben und für die Leistung Wert International um jeweils 10 ct angehoben.

Geplante Preisänderungen der Deutschen Post

Die Abbildung zeigt die geplanten Preisänderungen der Post für 2014. © Deutsche Post

Gründe für erneute Anhebung

Die Deutsche Post hat es nicht leicht, sich neben E-Mail und Co. zu behaupten. Die Zahl der Sendungen ist in den letzten Jahren sehr viel geringer geworden. Daher sieht sich die Deutsche Post gezwungen, die Preise anzupassen, „um das hohe Qualitätsniveau der postalischen Dienstleistungen in Deutschland zu erhalten“, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Post hervorgeht.

Nachdem die Kunden im vergangenen Jahr sich die 3-Cent-Ergänzungsmarken besorgt haben, bietet die Deutsche Post mit der erneuten Preiserhöhung nun 2-Cent-Ergänzungsmarken an. Diese sollen rechtzeitig vor Inkrafttreten der Preisänderung in Filialen und im Internet erhältlich sein. Und die Briefmarkenautomaten geben ja bekanntlich auch Briefmarken mit dem jeweils gewünschten Wert aus.

Weitere Änderungen

Wer umzieht, sollte sich überlegen, ob er statt eines 6-monatigen Nachsendeantrags gleich einen für ein ganzes Jahr stellt. Viel teurer ist letzterer voraussichtlich nicht mehr. Denn der für 6 Monate soll künftig 19,90 € kosten, der Service mit 12-monatiger Laufzeit wird hingegen auf 24,90 € abgesenkt.

Auch die Preise für Päckchen und Pakete im nationalen Postverkehr werden angepasst. 9 ct sollen diese teurer werden. Einzige Ausnahme: Päckchen, die über Postfilialen eingeliefert werden. Diese sollen auch künftig 4,10 € kosten. Auch international sollen sich die Preise für Päckchen und Pakete ändern.  In diesem Fall begründet die Deutsche Post die Anhebung mit gestiegenen Personal-und Transportkosten.

Die Bundesnetzagentur muss innerhalb der nächsten zwei Wochen über den Antrag der Deutschen Post entscheiden. Doch es ist ziemlich sicher, dass die Änderungen angenommen werden. Das Gute daran: Weihnachtsbriefe und –päckchen kann man noch zu den alten Preisen verschicken.

Winter-Check fürs Auto

Auto im Schnee

1. Winterreifen
Ohne Winterreifen geht gar nichts. Daher sollte man spätestens jetzt die Reifen aufziehen (lassen). Dabei gilt: Vor dem Aufziehen unbedingt Profiltiefe messen. Denn laut Gesetz sind zwar 1,6 mm Profiltiefe erlaubt, der ADAC empfiehlt aber eine Mindestprofiltiefe von 4 mm, damit die Reifen auf winterlichen Straßen gut greifen. Außerdem sollte man keine Reifen nutzen, die älter als 10 Jahre sind.

2. Frostschutz
Besonders anfällig sind Autos bei Frost. Daher sollte man unbedingt prüfen lassen, ob das Kühlsystem noch über einen ausreichenden Frostschutz verfügt. Und auch die Reinigungsflüssigkeit der Scheiben- bzw. Scheinwerferwaschanlage sollte unbedingt einen Frostschutz enthalten.

3. Schlösser und Türdichtungen
Für alle, die ihr Auto noch mit dem Schlüssel öffnen (und auch für alle, die das Ganze per Fernbedienung machen, die ja auch mal den Geist aufgeben kann): Türschlösser müssen unbedingt vor Kälte geschützt werden. Denn bei Minusgraden vor dem verschlossenen Auto ausharren zu müssen,  weil das Schloss eingefroren ist, ist mehr als ärgerlich. Gegen den Frost hilft Grafitspray.  Übrigens: Auch die Türdichtungen können am Blech festfrieren. Hilfreich ist, die Türdichtungen mit Silikon, Talkum, Hirschtalg oder Glyzerin vor Frost zu sichern.

Eis von den Scheiben kratzen

Einen Eiskratzer sollte man eigentlich immer im Auto haben. © thinkstock

4. Beleuchtung
Wer im dunklen Winter keine funktionstüchtige bzw. zu schwache Beleuchtung an seinem Fahrzeug hat, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Während man die Einstellung der verschiedenen Beleuchtungselemente am besten in der Werkstatt oder auch beim ADAC überprüfen lässt, kann man die Funktionstüchtigkeit der Leuchtmittel ganz einfach selbst überprüfen. Indem man einfach mal ums Auto herumgeht.

5. Batterie
Wenn sich das Fahrzeug bereits bei leichtem Frost nur schwer starten lässt, sollte schnellstmöglich die Batterie überprüft werden. Ansonsten riskiert man, dass das Auto überhaupt nicht mehr anspringt.

6. Scheiben sauber halten
Besonders wichtig, um den Durchblick zu behalten, sind saubere Scheiben. Daher sollte man alle Scheiben gründlich von innen reinigen. Denn auch hier setzt sich erstaunlich viel Schmutz und Dreck ab, der dazu führt, dass das Glas leichter beschlägt. Die Wischerblätter des Scheibenwischers sollten  ausgetauscht werden, sobald diese Schlieren auf den Scheiben hinterlassen. Das ist besonders gefährlich wenn die Sonne tief steht, weil man dann leichter geblendet wird.

7. Grundausstattung für kalte Tage
Unverzichtbar im kalten Winter sind Eiskratzer, Schneebesen und ein Spray zur Scheibenenteisung. Auch ein Spray zur Türenteisung empfiehlt sich – das man besser nicht im Handschuhfach des Autos aufbewahrt. Denn dort hilft es im Ernstfall herzlich wenig. Wer keine Lust auf endloses Kratzen hat, sollte die Windschutzscheibe mit einer Folie abdecken, um so zumindest den gröbsten Frost fernzuhalten. Ebenfalls sinnvoll: Eine warme Decke, falls man mal im Stau steht.

UN-Klimakonferenz: Erst die Wirtschaft, dann die Umwelt?

Füße auf ausgetrockneter Erde

Marcin Korolec ist Polens Umweltminister – und leitet als solcher die Gespräche der Klimakonferenz. Allerdings scheint Korolec vielmehr die wirtschaftlichen Interessen Polens zu verfolgen als sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Und genau das könnte die Gespräche in Warschau schwierig machen. Allerdings sollte man sich auch daran erinnern, dass die letzte UN-Klimakonferenz in Doha in Katar stattfand. Einem der Länder, das als einer der wichtigsten Erdöllieferanten für die höchsten CO2-Emissionen weltweit verantwortlich ist.

Aber zurück zu Polen und den aktuellen Verhandlungen: Böse Zungen meinen ja, dass Polen den Klimagipfel nur austrägt, um ihn scheitern zu sehen. Allerdings wäre das vielleicht dann doch etwas zu viel Kalkül. Auch wenn Polen natürlich ein Interesse daran hat, an dem fossilen Brennstoff Kohle festzuhalten. Schließlich lebt das Land (auch) davon.  Doch letztlich ist das pure Spekulation. Wenden wir uns lieber wieder den Fakten zu.

Die Ziele von Warschau

Stop Global Warming

Die Erderwärmung muss gestoppt werden. Auf der UN-Klimakonferenz sollten die Weichen dafür gestellt werden. © thinkstock

In Warschau wird in diesem Jahr der Grundstein gelegt für ein globales Klimaabkommen. Oder eben auch nicht. Denn in diesen zwei Wochen geht es darum festzulegen, welcher Staat was tun wird, um den Klimawandel zu stoppen.

Dafür müssen sich die Staaten darüber verständigen, wie es weitergeht bis 2015. Dann nämlich wird in Paris über das Weltklimaabkommen abgestimmt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat alle Länder aufgerufen, bis spätestens September 2014 verbindlich festzulegen, wie die nationalen Treibhausgasemissionen reduziert werden sollen, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann und wie viel in den Aufbau erneuerbarer Energiequellen investiert wird. Das alles muss in Warschau offengelegt werden.

Sichtbare Auswirkungen des Klimawandels

Besonders brisant werden die aktuellen Gespräche in Warschau vor allem auch dadurch, dass der verheerende Taifun Haiyan erst in der vergangenen Woche über die Philippinen hinweg gezogen ist und tausende Menschenleben gefordert hat. Für Klimaforscher steht fest, dass Haiyan Folge des Klimawandels ist – und dass wir in Zukunft mit deutlich mehr folgenschweren Naturkatastrophen rechnen müssen. Es ist also höchste Zeit, endlich umzudenken!

Beschlossene Sache ist bereits, dass ab 2020 jedes Jahr 100 Milliarden Dollar in den Green Climate Fund fließen sollen, der sich für den Stopp des Klimawandels einsetzt. Allerdings ist bisher noch gar nicht klar, woher die Industrienationen dieses Geld nehmen sollen. Hinzu kommen noch die Milliarden von Dollar, die heute schon in Entwicklungsländer investiert werden müssten, um bereits entstandene Schäden durch den Klimawandel einzudämmen.

Hoffnung auf Kurswechsel

Im Zuge der letzten Klimakonferenz in Doha wurde die Bezeichnung „Lost and Damage“ geprägt, also Verlust und Schaden. Damit werden die Schäden bezeichnet, die der Klimawandel auf der Südhalbkugel bereits verursacht hat. Beispielsweise aktuell auf den Philippinen. Wie kann man den Menschen helfen, die durch Haiyan alles verloren haben? Und wie kann man versuchen, weitere Katastrophen wenn schon nicht zu verhindern, so doch zumindest einzudämmen?

Bislang zeigte sich das Gastgeberland Polen wenig kooperativ. Für unser Nachbarland kommt erst die Wirtschaft und dann die Umwelt. Doch vielleicht erreicht ja der Taifun auf den Philippinen was allen Verhandlungen bislang nicht gelungen ist: ein Umdenken! Denn wie so oft könnte die schreckliche Katastrophe auch die aufrütteln, die den Klimawandel bisher für „nicht so dramatisch“ gehalten haben und zeigen, dass die Umwelt an erster Stelle stehen muss. Auch wenn es wirtschaftlich vielleicht nicht sinnvoll erscheinen mag. Immerhin geht es um nichts Geringeres als die Zukunft unseres Planeten.

Verheiratet oder wilde Ehe: Wer steht finanziell besser da?

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Sind verheiratete Paare tatsächlich immer finanziell besser gestellt als Paare, die in wilder Ehe zusammen leben? bbx.de hat nachgerechnet …

1. Steuern

Ist ein Paar verheiratet, wird das Einkommen, das beide gemeinsam erwirtschaften, durch zwei geteilt, also gesplitted. Auf dieses Einkommen wird dann der Steuersatz erhoben. Da die Steuersätze mit dem Einkommen steigen, ist der Steuersatz für ein verheiratetes Paar niedriger als für ein unverheiratetes Paar – denn schließlich wurde das Einkommen ja geteilt. Zu beachten ist aber, dass sich die steuerlichen Begünstigungen von verheirateten und unverheirateten Paaren angleichen, je höher das Gesamteinkommen ist.

Beispiel Ehepaar

Verdient ein Ehepaar zusammen 36.000 €, zahlt das Paar insgesamt 4.342 € Einkommenssteuer, hinzu kommen 231,81 € Solidaritätszuschlag. Ergibt zusammen eine Steuerlast von 4.573,81 €.

Beispiel unverheiratetes Paar

Ganz anders bei einem unverheirateten Paar. Verdient hier beispielsweise einer der beiden Partner 36.000 € und der andere Partner ist ohne Einkommen, kassiert der Fiskus stolze 7.599 €, sowie 417,95 € Solidaritätszuschlag, was eine Steuerlast von insgesamt 8016,95 € ergibt.

Das ergibt eine Differenz von 3.443,14 € zugunsten der Verheirateten.

2. Erbschaft

Bei der Steuer sind die finanziellen Vorteile von Ehepaaren gegenüber unverheirateten Paaren bereits erheblich. Noch extremer ist es, wenn man einen Blick auf die Erbschaftssteuer wirft.

Beispiel Ehepaar

Wenn ein Ehepartner stirbt, ist der überlebende Partner automatisch Alleinerbe des Vermögens. Und das bleibt bis zu einem Freibetrag von 500.000 € auch noch steuerfrei. Wenn ein eigenes Haus vorhanden ist, das selbst genutzt wird, kommt dieses noch hinzu. Erbt der Ehepartner also 25.000 €, bekommt er auch exakt diesen Betrag ausbezahlt, weil er keine Steuer entrichten muss.

Beispiel unverheiratetes Paar

Wenn ein unverheirateter Partner als Alleinerbe eingesetzt werden soll, muss dies im Testament vermerkt sein. Ansonsten erbt der Partner überhaupt nichts. Darüber hinaus ist der Freibetrag mit 20.000 € wesentlich niedriger angesetzt. Erbt der Partner also 25.000 € muss er davon 1.500 € Erbschaftssteuer entrichten. Bleibt ein Erbe von 23.500 €.

Das ergibt eine Differenz von 1.500 € zugunsten der Verheirateten.

3. Rente

Auch in Sachen Rente sind verheiratete Paare klar im Vorteil. Nicht nur im Hinblick auf die gesetzlichen Regelungen, sondern auch bei privaten Altersvorsorgemaßnahmen.

Beispiel Ehepaar

Stirbt beispielsweise einer der Eheleute, erhält der überlebende Ehepartner vom Staat eine sogenannte Witwenrente. Verfügte der verstorbene Partner überdies über Betriebsrenten, kann der andere Partner Ansprüche aus diesen anmelden. Darüber hinaus kann das Vermögen aus einer Riester-Rente vererbt werden, der Hinterbliebenenschutz bei der Rürup-Rente kann auch nur für den verheirateten Partner vereinbart werden. Apropos Riester-Rente – hier zahlt es sich besonders aus, wenn man verheiratet ist. Denn nicht nur, dass man als „mittelbar förderberechtigt“ über den Ehepartner beispielsweise auch als Selbständiger in den Personenkreis reinrutschen kann, der eine Riester-Rente in Anspruch nehmen darf – es gibt dadurch ja auch noch mehr Zulagen vom Staat. Die Riester-Grundzulage für Ehepaare beträgt 308 €.

Beispiel unverheiratetes Paar

Bei unverheirateten Paaren sieht es da schon ganz anders aus. Witwenrente gibt es für den Partner nicht, Ansprüche aus Riester- oder Betriebsrenten können sie auch nicht anmelden. Und wie bereits erwähnt greift der Hinterbliebenenschutz einer Rürup-Rente nicht bei unverheirateten Paaren. Die Lösung für Paare, die in wilder Ehe zusammenleben: Sie schließen private Rentenversicherungen ab, bei denen man selbst bestimmen kann, wer der Nutznießer sein soll, wenn man selbst einmal nicht mehr ist. Übrigens: Wenn ein Partner einen Riester-Rentenvertrag besitzt und der andere Partner ist selbständig, kann dieser nicht über die „mittelbare Förderberechtigung“ in den Genuss einer Riester-Rente kommen. Was bedeutet, dass lediglich einer der Partner die Riester-Grundzulage in Höhe von 154 € erhalten kann.

Das ergibt eine Differenz bei der Riester-Zulage von 154 € zugunsten der Verheirateten.

4. Krankenversicherung

Werfen wir zuletzt einen Blick auf die Krankenversicherung. Dabei stellt sich heraus, dass verheiratete Paare dann klar im Vorteil sind, wenn sie gesetzlich versichert sind.

Beispiel Ehepaar

Wenn ein Ehepartner Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann sein Partner kostenlos mitversichert werden. Voraussetzung dafür ist, dass dieser entweder überhaupt nicht erwerbstätig ist oder einem Mini-Job nachgeht. Einmal angenommen, der versicherte Partner muss den Höchstsatz entrichten, der derzeit 610,31 € entspricht, so entstehen für den mitversicherten Partner keine zusätzlichen Kosten. Auf ein Jahr umgerechnet ergibt das eine Summe von 7.323,72 €.

Beispiel unverheiratetes Paar

Für unverheiratete Paare gilt die kostenfreie Mitversicherung nicht (außer es handelt sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft, die aber nicht Grundlage dieser Berechnungen ist). Das bedeutet, dass für beide Partner Mitgliedsbeiträge entrichtet werden müssen. Während der eine Partner mit dem Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist (610,31 €) kann sich der andere beispielsweise mittels des Basistarifs in der privaten Krankenversicherung versichern, der im Höchstfall ebenfalls 610,31 € ausmacht. Zusammen sind das 1.220,62 €. Auf 12 Monate gerechnet ergibt das 14.647,44 €.

Das ergibt eine Differenz von 7.323,72 € zugunsten der Verheirateten.

5. Ergebnis der Gegenüberstellung Ehepaar – unverheiratetes Paar (auf ein Jahr gerechnet)

Differenzsumme Ehepaar – wilde Ehe
Steuern 3.443,14 €
Erbschafts 1.500 €
Rente 154 €
Krankenversicherung 7.323,72 €
Gesamtsumme 12.420,86 €

Laut unseren Berechnungen ergibt sich somit eine Differenz von stolzen 12.420,86 €, die ein verheiratetes Paar bei gleichem Einkommen mehr zur Verfügung hat als ein unverheiratetes Paar. Und das allein innerhalb eines Jahres!

Die aufgestellte Rechnung ist aber nur ein Beispiel dafür, wie es sein könnte und soll keinesfalls eine Empfehlung sein. Es geht letztlich darum aufzuzeigen, in welchen Lebensbereichen man gut nachrechnen sollte, wann und ob sich eine Heirat lohnt – und in welchen Lebensbereichen man sich besonders um eine gute Absicherung kümmern sollte, wenn man sich gegen eine Hochzeit entscheidet.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass es – rein statistisch betrachtet – recht häufig zu Scheidungen kommt. Wenn das passiert, kommt es nicht selten zu hohen Unterhaltsforderungen oder Abfindungssummen. Wenn man diese gegen das aufrechnet, was eine Trennung ohne Trauschein kostet (nämlich exakt 0,- €), relativiert sich das Ergebnis dieser Beispielrechnung sehr schnell wieder.

Beste KFZ-Versicherung finden

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Durch den Wechsel zu einem neuen Anbieter lassen sich laut Stiftung Warentest im Jahr mehrere hundert Euro sparen. Die Tester haben sich über 150 Tarife von mehr als 70 KFZ-Versicherungsanbietern näher angeschaut und dabei festgestellt, dass erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherern bestehen.

Individuelle Tarife

KFZ-Versicherungen sind die Versicherungen, bei denen sich ein Vergleich der Anbieter am meisten lohnt. Denn hier fallen verschiedenste individuelle Merkmale bei der Beitragsfestsetzung ins Gewicht. Dazu gehören beispielsweise Alter (20-Jährige zahlen deutlich mehr als 45-Jährige), Beruf (für manche Berufsgruppen wie u.a. Beamte gibt es spezielle Tarife), Garage (Garagenwagen sind in der Regel günstiger als Autos, die im Freien ihr Dasein fristen) oder Automodell (abhängig vom Modell wird die sogenannte Schadensfreiheitsklasse ermittelt). Kein Wunder also, dass sich bei vielen verschiedenen Kriterien auch viele verschiedene Tarife ergeben.

Stiftung Warentest rät dazu, nicht einfach bei der alten Versicherung zu bleiben, weil der Beitragssatz 2014 laut Rechnung niedriger ausfallen wird als 2013. Das bedeutet nämlich nicht automatisch, dass auch die Versicherung günstiger geworden ist. Klingt komisch? Ist aber tatsächlich so. Denn ein niedrigerer Beitragssatz kann auch lediglich bedeuten, dass der Versicherte in eine günstigere Rabattstufe gerutscht ist. Demzufolge kann es durchaus sein, dass man zwar selbst weniger bezahlen muss, der Grundbetrag des Versicherers aber gestiegen ist. In diesem Fall sollte man prüfen, ob nicht ein anderer Anbieter einen günstigeren Tarif im Portfolio hat.

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Die Statistik zeigt die Anzahl der Versicherungsunternehmen in der Kfz-Versicherung* in Deutschland im Zeitraum von 1991 bis 2012. © Statista

Grundbetrag errechnen

Ein Beispiel:  Der Rechnungsbetrag für 2014 beträgt 300,- € (bei einer Rabattstufe von 60 %); im Vorjahr waren es noch 329,- € (bei einer Rabattstufe von 70 %). Ist die Versicherung nun tatsächlich günstiger geworden? Hier lohnt es sich, den Grundbetrag zu ermitteln, um herauszufinden, ob der Anbieter wirklich so günstig ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

So lässt sich der Grundbetrag des Vorjahres berechnen (vorausgesetzt ist die Rabattstufe 70 % und ein Rechnungsbetrag von 329 Euro):

329 x 100 : 70 = 470

Auf die gleiche Weise berechnet man nun den aktuellen Grundbetrag (vorausgesetzt ist die Rabattstufe 60 % und ein Rechnungsbetrag von 300 Euro):

300 x 100 : 60 = 500

In diesem Beispiel hätte sich der Grundbetrag um 30,- € erhöht. Die man nicht unbedingt mittragen muss, wenn man sich um einen Anbieterwechsel bemüht. Doch der Grundbetrag ist längst nicht die einzige Stolperfalle, die sich in KFZ-Versicherungspolicen findet. Es gibt noch einige weitere Punkte, auf die man ganz besonders achten sollte, wenn man über den Wechsel zu einem anderen Anbeiter nachdenkt.

1. Vertrag genau durchlesen
Dabei sollte man ganz genau prüfen, wie hoch die Rückstufungen sind, die ein Versicherer im Schadensfall vornimmt – hier gibt es teils gravierende Unterschiede zwischen den Anbietern.

2. Kündigungsfrist beachten
Während es früher üblich war, den KFZ-Versicherungsvertrag bei fristgerechter Kündigung zum 1. Januar zu beenden, lassen immer mehr Anbieter die Police genau an dem Tag beginnen, an dem das Auto angemeldet wurde. Darauf sollte man unbedingt achten, bevor man den Vertrag kündigt.

3. Schadensfreiheitsklasse bestätigen lassen
Der Verbraucherzentrale Bayern liegen einige Fälle vor, in denen der alte Anbieter der neuen Versicherung eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse übermittelt hat als sie in der Rechnung aufgelistet war. Man sollte sich daher auf jeden Fall die aktuelle Schadensfreiheitsklasse schriftlich bestätigen lassen.

4. Nicht vorschnell kündigen
Wer seine alte Versicherungspolice kündigt, ohne die neue Versicherung sicher in der Tasche zu haben, riskiert, eine gewisse Zeit ohne Versicherung durch die Gegend zu fahren. Und das ist nicht nur verboten, sondern auch ganz schön teuer. So muss man wenn es zu einem Unfall kommt mit seinem Privatvermögen haften. Besser, man sorgt also dafür, dass die alte Police erst dann aufgehoben wird, wenn die Laufzeit des neuen Vertrags bereits begonnen hat.

5. Vertragsvorschriften unbedingt erfüllen
Wer einen Garagenwagen bei der Versicherung angibt, sollte auch sicherstellen, dass diese Bedingung auch erfüllt werden kann. Selbiges gilt ebenso für andere Preisnachlässe wie Alleinfahrer, ältere Fahrer etc. Denn wenn sich später herausstellen sollte, dass man die angegeben Bedingungen nicht bzw. nicht mehr erfüllt, muss man mit Rückstufungen und empfindlichen Strafzahlungen rechnen.

Nachhaltige Geldanlage für Anfänger

Wer Geld anlegen will und dazu noch ein grünes und soziales Gewissen hat, ist sicherlich von dem inzwischen recht beachtlichen Angebot an Ökofonds und Co. begeistert. Und gleichzeitig auch verunsichert. Denn was bedeutet „nachhaltige Geldanlage“ überhaupt? Und lohnt es sich überhaupt, sein Geld nachhaltig anzulegen, oder sollte man das nur tun, wenn man mit seiner Geldanlage Moral und Umwelt gerecht werden will und es auf ein paar hundert Euro hin oder her nicht ankommt?

nachhaltige geldanlagen deutschland 2012

(Grafik: Forum Nachhaltige Geldanlagen)

Während institutionelle Anleger schon längst in nachhaltige Geldanlagen investieren, scheuen sich Privatanleger noch ein wenig. Zu groß ist die Angst vor hohen Verlusten. So sind in den letzten Jahren beispielsweise zahlreiche Anbieter von erneuerbaren Energien pleite gegangen oder kämpften und kämpfen ums Überleben (man denke nur einmal an eines der prominentesten Beispiele der Branche „Solarworld“). Und einmal abgesehen vom Geld: Wer sagt denn, dass man einem Unternehmen Glauben schenken darf, das von sich behauptet, ohne Kinderarbeit auszukommen. Die können schließlich alles behaupten. Oder doch nicht?

Prüfung anhand der ESG-Kriterien

Nein. Ganz so schutzlos ist man als Anleger den Unternehmen nun auch nicht ausgeliefert. So kann man sich mittels der sogenannten ESG-Kriterien über nachhaltige Unternehmen informieren. ESG steht für „environment“ (Umwelt), „social“ (Soziales) und „Governance“ (gute Unternehmensführung). Anhand dieser drei Kriterien bewerten Analysten die Unternehmen – und stellen dabei heraus, welche Firmen in diesen Bereichen verantwortungsbewusster sind als ihre Mitbewerber. Eine 100%ige Garantie, dass die bewerteten Firmen bzw. ihre Zulieferer dann tatsächlich auf Kinderarbeit verzichten, ohne Tierversuche auskommen und/oder ökologisch wirtschaften hat man deswegen nicht. Aber doch zumindest mehr Sicherheit.

Warum nachhaltig anlegen?

Nachhaltige Geldanlage bedeutet übrigens mehr, als „nur“ moralisch und ökologisch sinnvoll zu investieren. Es ist inzwischen sogar erwiesen, dass Firmen, die sich an bestimmte Auflagen in Sachen Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Unternehmensführung halten, langfristig erfolgreicher sind – und folglich auch attraktiver als andere Unternehmen. So beruft sich beispielsweise ZEIT Online unter anderem auf eine Studie der Universität Maastricht, die nachhaltigen Unternehmen eine höhere Bonität und weniger Schulden bescheinigt. Kurz: Nachhaltige Investitionen sind mit weniger Risiko behaftet als andere.

nachhaltige geldanlagen deutschland 2012

(Grafik: Forum Nachhaltige Geldanlagen)

Wenn das doch alles so gut und sinnvoll ist, warum investieren Privatanleger dann nur so selten in nachhaltige Anlagen? Das liegt vor allem daran, dass sich kaum ein Privatanleger gerne stundenlang mit diesen Themen auseinandersetzt. Und das müsste man tun, um sich im Dickicht der nachhaltigen Investitionen zurechtzufinden. Damit sich das bald ändert, soll der Branchenverband FNG (Forum Nachhaltige Geldanlagen) nun Kriterien erarbeiten, die letztlich zu einem Gütesiegel für ökologisch-moralische „saubere“ Investitionen führen soll.

Damit würde sich die Zahl der Privatanleger, die in nachhaltige Geldanlagen investieren, zweifellos vervielfachen. Denn der Wille der Anleger und Angebote an Investitionsmöglichkeiten sind da – nur am Überblick hapert es noch.