Autor: Johanna Schödel

Johanna Schödel hat in München Kommunikationswissenschaft (M.A.) studiert und war von 2013 bis 2015 Redakteurin bei der qmedia GmbH tätig. Im Rahmen ihrer Tätigkeit schrieb sie auch für bbx.de Artikel. Dabei ist ihr Ziel, aktuelle Nachrichten mit Mehrwert für den Leser zu posten. Und als Mutter liegen ihr interessante Meldungen rund um das Thema Familie und Beruf besonders am Herzen.

Neue Rückgabe-Regelung für Elektrogeräte

Alte Computer und Handys sind “echte Rohstofflager”,wenn sie richtig entsorgt werden. Dazu soll das neue Elektrogerätegesetz in Zukunft beitragen.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird das Gesetz voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte in Kraft treten. Dadurch eröffnen sich den Verbrauchern mehr Möglichkeiten zur Abgabe ihrer Kleingeräte, allerdings gelten diverse Vorgaben.

Hintergrund des Gesetzesänderung sind nicht zuletzt EU-Vorgaben zum Recycling, die Deutschland nun umsetzt. Schließlich wurde von den Mitgliedsstaaten eine gemeinsame Abfallwirtschaftspolitik beschlossen. Die EG-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte sieht dabei für die Herstellern und Händler bestimmter Produktgruppen die Übernahme von Produktverantwortung vor.

Grund für die Änderung ist die Annahme, dass je mehr Rückgabemöglichkeiten geboten werden, desto mehr Material wird richtig entsorgt bzw. wiederverwertet. Immerhin besteht der Elektroschrott teils aus problematischen Schwermetallen, die nicht unkontrolliert freigesetzt werden sollten und daher nicht in den regulären Restmüll gehören.

Außerdem lassen sich aus den Geräten auch sekundäre Rohstoffe aufbereiten. Wie die Bundesumweltministern Barbara Hendricks (SPD) schwärmt, sind alte Computer und Handys echte Rohstofflager. Werden diese korrekt genutzt, dient das zum einen der Nachhaltigkeit und zum anderen lässt sich mit dem Recyceln noch Kasse machen. Das gilt inbesondere, wenn man sich die Mengen an Elektroschrott bewusst macht, der pro Jahr in Deutschland anfällt. 2013 wurden nach Schätzungen rund ein Drittel der durchschnittlichen 23 kg Elektromüll pro Bundesbürger entsorgt.

Änderungen für die Verbraucher

Die Neuregelung soll zunächst für Kleingeräte gelten. Dabei sind die Maße auf eine Seitenlänge von maximal 25 cm beschränkt.

Künftig muss der Handel die Geräte kostenlos und ohne Kaufnachweis annehmen, vom Haarschneider bis zum Rührgerät. Neben der Größe des Geräts ist auch die Dimension der Ladenfläche entscheidend. Erst Händler mit einer Verkaufsfläche über 400 Quadratmeter werden in die Pflicht genommen.

Für Großgeräte (wie beispielsweise Spülmaschine oder Fernseher) gelten bisher noch andere Regeln. Diese können nur dann im Handel zurückgegeben werden, wenn er im Gegenzug ein gleichwertiges Neugerät erworben wird.

Konsequenzen für die Händler

Für den stationären Handel ändert sich damit wenig, denn meist besteht hier schon seit Jahren das (freiwillige) Angebot zur Geräte-Rückgabe. Anders gestaltet sich die Situation für Online-Händler, die der Neuregelung mit Sorge entgegenblicken. Viele sehen vor allem neue Kosten für den Versand auf sich zukommen und fürchten Risiken durch Altgeräte in Paketen.

Unklar ist auch noch, wie die Beschränkungsregel auf >400 Quadratmetern beim Onlinehandel ausgelegt werden soll. Auch der Auslandsversand und die damit verbundene Rücknahme von Altgeräten aus dem Ausland berge zusätzliche Frachtkosten.

Vorläufig sieht das Gesetz daher für die Online-Händler eine Übergangsfrist von neun Monaten vor.

Wo ist Endstation?

Nach der Rücknahme führen die Händler die Altgeräte in der Regel den Herstellern oder Entsorgungsunternehmen zu. Experten zufolge ist mit dem neuen Gesetz jedoch kein Anstieg bei der Entsorgung zu erwarten. Es wird eher angenmmen, dass sich lediglich die Wege ändern: Der eine oder andere wird in Zukunft mit seinem Schrott zum Elektronikmarkt fahren statt zum Recyclinghof.

Wie geht klimafreundliche Gasversorgung?

Biogas gilt als klimafreundlich. Gewonnen wird es aus der Vergärung von Pflanzen oder aus Biomüll bzw. Dünger.

Eine Vielzahl un-eindeutiger Begriffe stiftet Verwirrung bei der Gasversorgung: Ökogas, Klimagas, Biogas und Biomethan werden von den Energieversorgern bereitgestellt. Doch wo liegen die Unterschiede?

Ausgangsbasis für die Gasversorgung ist zunächst Erdgas, das im Vergleich zu den übrigen fossilen Energieträgern (Kohle und Erdöl) den Ruf als klimafreundlich genießt. Denn durch die Verbrennung von Erdgas wird lediglich ein Bruchteil der Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt – bis zu viermal weniger.

Gasanbieter im Vergleich

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Welche ökologischen Vorteile bringen die Angebote?

Grundsätzlich muss man zwischen verschiedenen Formen der umweltverträglichen Gas-Tarife differenzieren – auch wenn großflächig mit CO2 neutraler Gasversorgung geworben wird. Einige Energieversorger haben sogenanntes Ökogas oder Klimagas im Programm.

Sie bieten in ihrem Öko-Tarif eigentlich reguläres Erdgas an, leisten aber einen zusätzlichen Beitrag für die Umwelt: Konkret versuchen die Versorger hierbei, die Kohlendioxid-Emission über andere Projekte auszugleichen. Dazu haben sie die Möglichkeit, Emissionszertifikate für den CO2-Ausgleich zu kaufen, wodurch andernorts Treibhausgase eingespart werden sollen.

Oder sie fördern direkt Klimaprojekte, beispielsweise zur Aufforstung, über den Mehrpreis. Ein anerkanntes Klimaschutz-Zertifikat ist zum Bespiel der Verified Carbon Standard (VCS).

Hintergrundgedanke ist es, über den meist teureren Ökogas-Tarif die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen in Entwicklungs- und Schwellenländern voran zu treiben und das Klima quasi global zu schützen.

Was ist Biogas?

Andere Gasanbieter gehen neue Wege bei der Gasproduktion und bieten so genanntes Biogas, das dem regulären Erdgas beigemischt wird. Das Biogas wird bei der Vergärung von Bio-Müll, Dünger oder Pflanzen gewonnen.

Wie herkömmliches Erdgas enthält auch das Biogas einen hohen Anteil am Heizgas (Bio-)Methan. Einige Kritiker monieren jedoch, dass der ökologische Ansatz unterwandert wird, wenn Biogas aus Gülle von Massentierhaltung erzeugt wird.

Bei der Verbrennung von Biogas liegt der Anteil an freigesetztem CO2 nur so hoch, wie die Pflanzen bei ihrem Wachstum gebunden haben. Daher wird es als klimaneutral bezeichnet.

In der Regel kann der Gasbezieher in seinem Öko-Tarif wählen, welcher Biogas-Anteil beigemischt werden soll. Die Beimischung variiert in der Regel von fünf über zehn oder zwanzig bis zu dreißig Prozent.

Wechsel auf Bio- und Ökogas

Wer jetzt auf einen Bio- oder Ökogastarif umsteigen möchte, profitiert von dem wachsenden Angebot. Für den Gasanbieterwechsel sollte man zunächst die Preise der verschiedenen Energieversorger vergleichen und entscheiden, welche ökologischen Aspekte den eigenen Vorstellungen am nächsten kommen.

Am Ende lassen sich mit einem günstigen Biogas-Tarif im Vergleich zur Grundversorgung noch mehrere hundert Euro einsparen.

Anspruch auf Hitzefrei, auch für Arbeitnehmer?

Laut Arbeitsstättenregel gilt: Führt die Sonneneinstrahlung durch Fenster, Oberlichter und Glaswände zu einer Erhöhung der Raumtemperatur über +26° C, so sind diese Bauteile mit geeigneten Sonnenschutzsystemen auszurüsten.

In einer Technischen Regel (A3.5) sind nämlich die Anforderungen an Arbeits-, Pausen- und Bereitschaftsräume, die nicht betriebstechnisch raumklimatischen Spezifikationen unterliegen, ausgeführt.

Als Raumtemperatur wird darin die vom Menschen empfundene Temperatur, die unter anderem durch die Lufttemperatur und die Temperatur der umgebenden Flächen (insbesondere Fenster, Wände, Decke, Fußboden) bestimmt wird.

Soll-Maßnahmen bis zu 26 Grad

Je mehr das Thermometer anzeigt, desto größer wird dabei der Druck auf den Arbeitgeber. Am Arbeitsplatz soll die Innentemperatur 26 Grad Celsius nicht übersteigen. Wird es draußen heißer, soll der Chef für zusätzliche Maßnahmen sorgen.

Wie diese auszusehen haben, kann dabei variieren. Möglich sind zum Beispiel Gleitzeit-Regelungen, Bereitstellen von Getränken, lockere Kleidungsvorschriften oder Kühlung durch Nachtlüften.

Auch soll der Arbeitgeber Sorge dafür tragen, dass es nicht zu Überhitzung durch übermäßige Sonneneinstrahlung kommt. Er muss dafür das richtige Gleichgewicht zwischen Lichteinfall und Erwärmung bei Fenstern, Oberlichtern und Glaswänden finden. Gleichzeitig sollte störende direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz vermieden werden.

In der Technischen Regel A3.5 werden auch diese Gestaltungsbeispiele für Sonnenschutzsysteme vorgeschlagen:

  • Sonnenschutzvorrichtungen, die das Fenster von außen beschatten (z. B. Jalousien oder hinterlüftete Markisen)
  • im Zwischenraum der Verglasung angeordnete reflektierende Vorrichtungen
  • innenliegende hochreflektierende oder helle Sonnenschutzvorrichtungen
  • Sonnenschutzverglasungen (innerhalb eines Sonnenschutzsystems, Blend­ schutz und Lichtfarbe sind zu beachten)

Und es wird noch heißer…

Steigt die Lufttemperatur im Innenraum über 30 Grad, sind wirksame Maßnahmen kein Soll mehr, sondern ein Muss. Dennoch hat der Arbeitgeber etwas Handlungsspielraum, wie er Abhilfe schafft. Er kann zwischen technischen, organisatorischen oder zu guter Letzt personenbezogenen Maßnahmen, also Hitzefrei, wählen.

Schluss ist dann beim Überschreiten der 35 Grad-Marke. In diesem Fall darf in dem Raum nicht mehr ohne Weiteres gearbeitet werden.

Maßnahmen besprechen

Dabei gilt es allerdings, eine Absprache zu treffen, die für beide Seiten – das heißt, Arbeitnehmer und –geber – eine sinnvolle Lösung schafft. Die Arbeit kann schließlich nicht einfach liegen bleiben.

Sich selbst einfach Hitzefrei zu nehmen und nicht am Arbeitsplatz zu erscheinen, wäre Leistungsverweigerung. Das könnte das Arbeitsverhältnis belasten und bei wiederholtem Fernbleiben zu einer Abmahnung führen.

Dennoch sollte jeder, der sich aufgrund der übermäßigen Erwärmung nicht einsatzbereit fühlt, vom Arbeitgeber verlangen, für Schutzmaßnahmen zu sorgen.

Gesundheitliche Einschränkungen

Auf sich achten sollten ganz besonders Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen. Wer unter starken Kreislauf- oder Herzprobleme leidet, sollte extreme Hitze vermeiden. Und sich bei „überhitzten Arbeitsbedingungen“ krankschreiben lassen, falls der Arbeitgeber nicht für Abhilfe sorgt.

Erfolgreicher Einspruch bei der Steuererklärung

Steuererklärung machen, Bescheid abwarten und dann? Nicht zwangsläufig schlucken! Oft lohnt es sich, gegen den Bescheid Einspruch einzulegen.

Wie die Statistik belegt, ist es heutzutage relativ häufig, dass beim Ausfüllen der Steuererklärung etwas vergessen oder falsch eingetragen wird. Derartige Fehler versuchten Steuerzahler mit 3,47 Millionen Einsprüchen nachträglich zu korrigieren.

Mit großem Erfolg, denn von 4,23 Millionen bearbeiteten Fällen führten im vergangenen Jahr 2,87 Millionen (67,8 %) zu einem veränderten Steuerbescheid, einer sogenannten Abhilfe.

Etwa weitere1,5 Millionen Einsprüche wurden bislang noch nicht berücksichtigt, weil höchstrichterliche Urteile zu strittigen Steuerfragen noch ausstanden.

Gründe für falsche Bescheide

Im Umkehrschluss den Fehler immer bei den Finanzbeamten zu suchen, wäre jedoch falsch. Zwar können sich Finanzbeamte verrechnen oder Ausgaben nicht anerkennen. Andererseits reicht so mancher Steuerpflichtige weitere Belege ein oder gibt seine Steuererklärung erst im Einspruchsverfahren ab.

Führt der Einspruch nicht zum gewünschten Erfolg, kann der Steuerpflichtige im nächsten Schritt gegen das Finanzamt Klage einreichen. Von dieser Option machen jedoch nach Angaben des Bundesfinanzministeriums die wenigsten Gebrauch. Im vergangenen Jahr klagten nur ca. 1,5 % der Steuerzahler nach Abschluss des Einspruchsverfahrens.

Einspruch leicht gemacht

Wer gegen seinen Steuerbescheid Einspruch erheben möchte, kann dies mit relativ wenig bürokratischem Aufwand und ohne Unkosten umsetzen. Es gilt allerdings unbedingt die einmonatige Einspruchsfrist zu beachten. Diese beginnt am vierten Tag nach dem auf dem Steuerbescheid genannten Datum.

Außerdem müssen alle Fehler und Ergänzungen im Einspruch vollständig schriftlich erläutert werden.

Vorsorglicher Einspruch

Unter Umständen ergeht der Steuerbescheid mit einem Vorläufigkeitsvermerk. Das geschieht, wenn Urteile anstehen, die sich auf die zu berücksichtigenden Faktoren auswirken könnten oder sonstige Änderungen zu erwarten sind. In diesem Fall kann der Steuerpflichtige die Finanzbehörden einfach über die fraglichen Punkte informieren.

Alle, die damit rechnen, dass nachträgliche Korrekturen ihrer Steuererklärung nötig sein werden, diese aber noch nicht benennen können, haben die Option eines vorsorglichen Einspruchs. So können sie verbeugen, die Frist von einem Monat verstreichen zu lasen, müssen sich aber auch darauf einstellen, alle Belege und Begründungen umgehend einzureichen.

In Zukunft sollte jeder, dessen Steuerbescheid ohne Begründung nachteilig ausfällt, diesen genau prüfen und gegebenenfalls die Chance für einen Einspruch ergreifen.

Zu hohe Steuerrückerstattung?

Andererseits gilt auch umgekehrt für Änderungen zu Ungunsten des Steuerzahlers: Wer fehlerhafte Angaben zu seinen eigenen Gunsten gemacht hat, ist zu Korrekturen verpflichtet.

Zahlt in der Folge das Finanzamt zu viel Einkommensteuer zurück, muss dies angeben und zurück zahlen. Im schlimmsten Fall darf das Finanzamt neben der  Steuernachzahlung auch Strafzinsen verlangen.

Umstrittene EEG-Umlage

Über die EEG-Umlage wird der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert, doch von wem?

Sie zahlen bei einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden jährlich ca. 215, – € für die EEG-Umlage. Dagegen profitieren energieintensive Unternehmen von Strompreis-Rabatten.

EEG und EEG-Umlage

Hintergrund ist das Bestreben der Bundesregierung, die Energieversorgung in Deutschland immer mehr aus erneuerbaren Energien zu bestreiten. Die rechtliche Grundlage wurde dafür mit dem seit 1. April 2000 geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffen.

Der Anteil des erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen steigt seither jährlich. Im Jahr 2014 wurden knapp 28 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien aus Wind, Sonne, Biomasse oder anderen regenerativen Energiequellen bestritten.

Elektrizitätsversorgungsunternehmen sind nach dem EEG (Paragraph 60) dazu verpflichtet, für jede an Endverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Diese Zahlungen soll es den Übertragungsnetzbetreiber ermöglichen, die Differenz aus ihren Einnahmen und den Ausgaben bei der EEG-Umsetzung zu decken.

Von der Umlage befreit

Stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Schienenbahnen können sich allerdings im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung teilweise von der EEG-Umlage befreien lassen. Denn um Arbeitsplätze zu schützen, Deutschland als Wirtschaftsstandort attraktiv und international wettbewerbsfähig zu halten, können sich energieintensive Konzerne teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreien lassen.

Schon 2.268 Anträge auf Strompreis-Rabatte

Anhand der bis Ende Juni  eingereichten Anträge werden wieder ähnlich hohe Rabatte wie in diesem Jahr prognostiziert. 2015 kommt die Industrie voraussichtlich in den Genuss von rund 4,8 Milliarden Euro Ökostrom-Nachlass.

Kritisiert wird von Verbraucherschützern nun die Tatsache, dass die offene Differenz, um Energiewende-Kosten trotz der Rabatte zu aufzubringen, an die restlichen Stromverbraucher weitergegeben wird. Das heißt, Privatverbraucher und kleinere Unternehmen zahlen höhere Strompreise, was übers Jahr gerechnet für viele zur Belastung werden kann.

 Überschaubare Strompreisbelastung?

Um diesen Missstand zu beheben, war vom Bundeswirtschaftsminister Gabriel eine Kürzung der Vergünstigungen für die Industrie auf eine Milliarde Euro angedacht.

Noch ist die Realität davon allerdings weit entfernt. Nach Angaben von Grünen-Verbraucherschützerin Bärbel Höhn gegenüber der Deutschen Presse Agentur seien bisher erst 300 Millionen Euro erreicht worden. Sie fordert daher weniger Ausnahmen bei der Zahlung der EEG-Umlage.

Wer bezahlt die Energiewende?

Wie die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisierte, profitieren gerade die energieintensiven Betriebe von der Energiewende, vor deren Finanzierung sie sich aber drücken wollen. Sie sieht den Erhalt von Arbeitsplätzen nicht durch die EEG-Umlage gefährdet. Im Gegenteil forderte sie mehr Entlastung für kleinere Unternehmen und die privaten Stromverbraucher.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lasten für den Ausbau erneuerbarer Energien verteilen werden.

Dem Dispo geht es an den Kragen

Wer seinen Dispo-Kredit überzieht, zahlt meist mehr Zinsen als bei anderen Kreditformen – darüber sollen Kunden jetzt besser aufgeklärt werden.

Mit der Senkung des Leitzinses von 0,25 % auf 0,15 % durch die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang Juni hatten nun einige wenige Geldinstitute reagiert: Sie wollen – zumindest minimal – die verbesserten Konditionen an ihre Kunden weitergegeben und die Dispo-Zinssätze um 0,1 % senken.

Bessere Information

Immerhin erfahren die Verbraucher nun Unterstützung, die sie vor dem Anhäufen exorbitanter Dispo-Zinsen ebenso wie den Risiken durch Aufnahme eines Immobilienkredits bewahren soll. Ein aktueller Gesetzesentwurf soll den Bankkunden bessere Information und Beratung bringen.

Schutz vor möglichen Fehlentscheidungen

Bereits vor einem Vertragsabschluss eines Immobiliendarlehens sollen nach der Vorstellung des Bundeskabinetts Interessenten genau auf ihre Kreditwürdigkeit abgeklopft und umfassend informiert werden. In der Regel soll die Inanspruchnahme weiterer Finanzprodukten dann nicht mehr erlaubt sein. Außerdem sollen Banken dazu verpflichtet werden, die aktuellen Zinssätze gut sichtbar online zu veröffentlichen. „Banken verkaufen Produkte mit allen möglichen Kreditvarianten. Bei einem scheinbar preiswerten Angebot verstecken sich Kosten oft in anderen Positionen“, warnte die Bundesregierung bereits Mitte März.

Umfassende Beratung bei Konto-Überziehung

Zudem müssen Bankberater den Kundinnen und Kunden aktiv eine Alternative anbieten, wenn das Konto länger als drei Monate im Soll steckt.
So heißt es weiter auf der Website der Bundesregierung. Laut Verbraucherminister Heiko Maas (SPD) gehe es bei dem neuen Gesetz auch darum, es den Banken schwerer zu machen, unangemessen hohe Dispozinsen zu verlangen.

Dennoch bleibt der Entwurf noch hinter den Erwartungen der Verbraucherschützer zurück. Sie würden sich eine weitergehende Regelung wünschen, die die Deckelung der Dispo-Zinssätze mit einschließt.

Policendarlehen aus der Lebensversicherung

Gerade für Arbeitslose oder Selbstständige können Policendarlehen eine attraktive Option darstellen.

Auf den ersten Blick hat so ein Policendarlehen nur Vorteile – doch es lohnt sich, die Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen.

Die eigene Versicherung beleihen

Wie ein Policendarlehen funktioniert? Bei dieser Form des Verbraucherkredits dienen bis zu 100 Prozent des aktuellen Rückkaufswert einer Lebensversicherung als Sicherheit. Was quasi bereits in die Versicherung eingezahlt wurde, kann als Darlehen entliehen werden. Kapitalgedeckte oder fondsgebundene Lebensversicherungen können dafür verwendet werden. Geldgeber sind dabei entweder die Versicherer selbst oder eigens darauf spezialisierten Banken.

Vorteile eines Policendarlehens

Der größte Vorteil bei einem derartigen Darlehen liegt – anders als bei einem regulären Dispo- oder Ratenkredit – darin, dass dafür keine Bonitätsprüfungen oder Schufa-Einträge notwenig sind. Was für alle mit schmalen Geldbeutel oder ungesichertem Einkommen einen besonderen Anreiz darstellt.

Selbst wenn die Versicherung bereist beitragsfrei gestellt wurde, kann ein Policendarlehen aufgenommen werden. Dem Geldgeber wird hier der Rückkaufswert der eigenen Versicherung als Sicherheit geboten.

Dazu kommt in der Regel ein niedrigerer Zinssatz. Die Versicherung läuft während dessen weiter. Es bedarf keiner monatlichen Tilgungsvereinbarung, man kann den Kredit jederzeit komplett oder in Sondertilgungen tilgen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird. Ausgenommen sind allerdings staatlich geförderte Riester- und Rürup-Produkte.

Eine ideale Lösung?

Wie bei jeder Form von Darlehen variieren die Zinsen auch bei den Policendarlehen sehr stark. Es handelt sich also nicht pauschal um eine Rundum-Sorglos-Nummer bei den Krediten. Die FMH-Finanzberatung hat verschiedene Policendarlehen untersucht, die von einer Bank vergeben werden. Und dabei eine sehr große Spannbreite bei den Zinsen ausgemacht: “von sehr konkurrenzfähigen 4,50 Prozent bei der RheinLand bis zu extrem hohen 8,70 Prozent bei Inter LV und Nürnberger”.

Günstige Anbieter

Sieben Anbieter von Policendarlehen kamen auf den Prüfstand. Die Laufzeiten erstreckten sich im Test auf 36 bis 72 Monate, die Höhe des Kredits belief sich auf 5.000 und 25.000 Euro. Das beste Ergebnis konnte LV-Kredit vorweisen, bei den kürzeren Laufzeiten von 24 und 30 Monate lagen die Angebote der SWK-Bank und der Vermittler Policen Direkt, Cash.life und CFI Fairpay vorne.

Effektiv-Zins für ein Darlehen von 5.000 Euro/25.000 Euro bei: Laufzeit 36 Monate Laufzeit 60 Monate Laufzeit 72 Monate
 LV-Kredit  3,75%  4,49%  4,49%
SWK Bank 4,50% 4,50% 4,50%
ProLife 4,50% 4,50% 4,50%
CFI FAIRPAY 4,50% 4,50% 4,50%
Policen Direkt 4,50% 4,50% 4,50%
Cash-life 4,50% 4,50% 4,50%
Deutschland Kredit 5,65%/5,64% 5,65% 5,65%/5,64%
Augsburger Aktienbank 5,90% 5,90% 5,90%

Quelle: FMH-Finanzberatung Stand: 17.Juni 2015

Das Fazit der Experten: Im Durchschnitt lagen die Zinssätze bei 6,05 Prozent.

Sommer-Preise bei der Bahn

Für deutschlandweite Fernreisen in den Zügen ICE, IC und EC sind diesen Sommer besonders günstige Sparpreise zu haben.

Was ist dran an den Preisversprechen? Die Sparpreise sind eine Kampfansage an die immer stärker werdende Fernbus-Konkurrenz, die zwar mit weniger Komfort, aber umso billigeren Verbindungen bei den Reisenden punktet.

Stiftung Warentest hat die Verfügbarkeit der Sparpreis-Tickets untersucht – mit zufriedenstellenden Ergebnissen.

Tatsächlich gab es für viele Reisen auf den angebotenen Strecken die Schnäppchen-Fahrkarten. Je länger im Voraus gebucht wird, desto besser ist die Aussicht auf verfügbare Sparangebote. Wer sich dagegen sehr kurzfristig  zu einer Bahnreise entschließt, muss in der Regel für ein reguläres Ticket tief in die Tasche greifen. Als Alleinreisender beträgt der Normaltarif bis zum rund Siebenfachen des Sparangebots. Doch zu beachten gilt, dass einige Einschränkungen während des Sparpreis-Sommers in Bezug auf die Reiserouten bestehen.

Auf welchen Verbindungen die Sparpreise gelten

Die Spartickets werden nämlich nur für Fahrten im ICE, IC und EC angeboten, Regionalverbindungen sind ausgenommen. Dabei gilt der Sparpreis von 19, – € jeweils für eine einfache Fahrt zweiter Klasse. Die Tickets gelten dann jeweils nur für Fahrten in den gebuchten Zügen.

Auch zeitlich ist die Aktion begrenzt. Die Buchung muss bis zum 31. Juli 2015 erfolgen, der letztmögliche Reisetermin ist 92 Tage nach der Buchung, spätestens der 31. Oktober 2015.

Mitfahrer reisen günstiger

Für Mitfahrer kommt die Zugfahrt dann nochmals günstiger. Sie kommen nämlich in den Genuss des Mitfahrerrabatts und zahlen nur noch 10, – € auf den betreffenden Verbindungen. Auch Familien dürfen sich freuen. Denn eigene Kinder und Enkel unter 15 Jahren fahren kostenlos mit. Allerdings gilt es, sie vor Antritt der Fahrt auf der Fahrkarte einzutragen.

Wer in einer Gruppe reist und im selben Abteil bzw. auf benachbarten Sitzplätzen sitzen möchte, sollte eine Platzreservierung in Erwägung ziehen. Sinnvoll ist diese auch beispielsweise für das Kleinkindabteil. Die Sitzplatzreservierung kostet pro Person 4,50 €, für Familien 9,- €.

Richtig sparen

Noch mehr können alle Besitzer einer Bahncard25 sparen. Denn auch auf die Spar-Tickets erhalten diese noch einen Abzug von 25 %. Wer online nach den Sparpreisen auf der Bahn-Website sucht, muss allerdings besonders findig sein. Aufgrund der Voreinstellungen zu den „schnellen Verbindungen“ werden die Aktions-Tickets nicht unbedingt immer mitaufgelistet. Stiftung Warentest empfiehlt daher, das Häkchen „schnelle Verbindungen bevorzugen“ vor der Suche zu entfernen.

Wem die Suche über das normale Buchungssystem zu langwierig ist, der ist mit dem „Sparpreisfinder“ der Bahn besser beraten. Dieser versteckt sich auf der Homepage der Bahn auf einer Registerkarte hinter der normalen Suchfunktion „Auskunft und Buchung“. Beim Sparpreisfinder werden sämtliche noch verfügbaren Sparpreistickets für das gewünschte Reisedatum aufgelistet.

Weniger günstige Reisetage

Ein weiterer Haken zeigte sich im Test: Die Sparpreise waren nicht an allen Wochentage gleichermaßen verfügbar. Für die Hauptreisetage Freitag und Sonntag waren die Kontingente oft nahezu ausgeschöpft. Besser sah es an allen anderen Wochentagen aus, wo für 35 bis über 50 % der geprüften Verbindungen der Sparpreis tatsächlich angeboten wurde.

Billigreise kein leeres Versprechen

Als Fazit bescheinigt Stiftung Warenpreis der Bahn, dass mit den Aktions-Sparpreisen tatsächlich sehr günstige Reisen in Fernverkehrszügen quer durch Deutschland möglich sind. Vor allem Kleingruppen und Familien können davon profitieren, wenn sie die ‚kleinen Haken’ berücksichtigen. Mithilfe des DB-Sparpreisfinders kommen Sie so bequem online zu den Aktions-Tickets.

Geld zurück! Wie sich Ausbildungskosten erstatten lassen

Auszubildende und Studenten dürfen sich freuen. Künftig lassen sich wohl Tausende von Euros an Ausbildungskosten steuerlich geltend machen.

Noch ist die Lage etwas kompliziert, denn bisher wurde beim Steuerbescheid zwischen Erst- und Zweitausbildung unterschieden. Nach der bisherigen Rechtsprechung konnten die Kosten für ein Zweitstudium als Werbungskosten abgesetzt werden.

Dagegen lässt sich bislang die Erstausbildung nur unter den Sonderausgaben (max. 6.000, – € pro Jahr) und nur im betreffenden Jahr geltend machen. Durch das Urteil haben nun ehemalige Studenten die Möglichkeit die Kosten für ihr Zweitstudium bis zum Jahr 2008 abzusetzen.

Wer nur eine Ausbildung bzw. ein Studium absolviert hat und sich durch die Entscheidung des BFH einen Steuerbonus erhofft, muss zunächst abwarten.

Was gilt als Zweitausbildung?

Jede weitere Ausbildung, der eine geordnete Ausbildung über mindestens zwölf Monate voran ging, die mit einer Prüfung abgeschlossen wurde, ist der Definition nach eine Zweitausbildung. Das gilt beispielsweise für ein Master-Studium nach dem Bachelor.

Unterm Strich bedeutet das Urteil gewaltige Entlastungen für Tausende. Denn rückwirkend darf nun die Klägerin die Ausgaben für ihre Erstausbildung als Werbungskosten anrechnen lassen, auch wenn eine Steuererklärung für die betreffenden Jahre eigentlich nicht mehr möglich wäre.

Entscheidung des BGH

Es bleibt vorerst noch kompliziert, denn die Verfassungsrichter müssen als oberste Instanz entscheiden, ob Erst- und Zweitausbildungen bei der Einkommenssteuer anders behandelt werden dürfen.

Da Studenten und Auszubildende in der Regel wenig Einkommen haben, profitieren sie kaum von dem Abzug der Ausbildungskosten als Sonderausgaben. Wenn sie diese als Werbungskosten einstufen könnten, wäre das ein beachtlicher Vorteil.

Eile ist geboten

Da mit dem Urteil Forderungen in Millionenhöhe auf den Staat zukommen können, vermuten Experten, dass die Regierung diese Option möglichst rasch wieder aushebeln wird.

Der Finanzausschuss des Bundesrats empfiehlt das Gesetz zu ändern, da „eine Neuregelung der Steuervereinfachung und dem Rechtsfrieden dienen“ würde.

Wie man die Kosten geltend macht

Damit die Ausbildungskosten berücksichtigt werden, müssen die ehemaligen Auszubildenden den Verlustvortrag feststellen lassen. Das geschieht ganz einfach durch Ankreuzen auf dem Mantelbogen der Steuererklärung.

Zusätzlich müssen dann in der Anlage „N“ unter den Werbungskosten alle Ausgaben für Fahrten zum Ausbildungsort, Studiengebühren und Arbeitsmittel eingetragen werden.

Wer bereits einen Steuerbescheid erhalten hat…

Wer seine Steuererklärung in den zurückliegenden Jahren bereits abgegeben hat, ohne die Kosten für die Ausbildung einzutragen, hat dennoch Chance auf Berücksichtigung. Dafür ist ein Änderungsantrag nach § 173 Abgabenordnung erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass die Kosten nicht bereits als Sonderausgaben beim Steuerbescheid veranschlagt wurden.

Bei Dienstreisen sparen

Fliegen spart meist Zeit. Wer rechtzeitig bucht, das Reisedatum mit Bedacht wählt und noch in Begleitung fliegt, spart dazu noch bares Geld.

Schließlich werden oft nicht die günstigsten Zimmer und Reiseverbindungen gewählt, sondern die, die zeitlich am besten passen.

Dabei lassen sich ganz einfach Kosten bei der Dienstreise einsparen. Ein erster Schritt von Arbeitgeberseite her wäre, klare Vorgaben dazu zu erlassen, welche Hotel- und Flug-Kategorien vertretbar sind. Zum Beispiel nicht mehr als Drei-Sterne und nur Economy Class.

Clever im Vorfeld

Gerade, wenn Termine länger feststehen, sollte man unmittelbar buchen und so Frühbucher- und Sparangebote abgreifen.

Wer  bei den Reisedaten flexibel ist, spart unter Umständen auch dadurch, dass er die Hin- oder Rückreise um einen Tag verschiebt. Generell ist Reisen am Wochenende und um Feiertage teurer. Besonders geeignet als Reisetage sind daher Dienstag bis Donnerstag.

Sie buchen in der Regel online? Dann sollten Sie regelmäßig die Cookies löschen. Im Browserverlauf signalisieren diese nämlich dem Reiseanbieter Ihr Interesse an der Buchung – mit dem Effekt, dass die Reise oder die Übernachtung teurer wird. Was wiederum zu einer schnellen Buchungsentscheidung führen soll. Also, erst einmal durchatmen, Cookies löschen und die Onlinebuchung erneut starten.

Günstiger fliegen

Gerade in Ballungszentren stehen oft verschiedene Flughäfen zur Wahl. Es lohnt sich, für Reise hierhin die Preise zu den Alternativ-Flughäfen zu checken. Auch wenn der Weg zum Flughafen möglicherweise länger ist, lassen sich hier bis zu einem Drittel der Kosten  bei den Flugtickets einsparen.

Wenn mehrere Mitarbeiter gemeinsam auf Dienstreise gehen, lohnt es, sich beim Reisebüro oder der Airline nach so genannten “companion fares” zu erkundigen. Denn manche bieten weitere Tickets neben einem regulären Ticket deutlich vergünstigt an.

Sparsam mit dem Zug

Auch wenn für Verbindungen zwischen Großstädten Fliegen die vermeintlich schnellere Alternative ist: Es lohnt sich, auch einen Blick auf die Angebote der Bahn zu werfen. Zwar ist die reine Reisezeit dabei oft länger, allerdings liegt der Bahnhof meist zentraler. Daneben spart man Zeit für Check-In und Kontrollen.

Wer über die hohen Preise für Zugtickets staunt, sollte es auf der Website von Capitaine Train versuchen. Das Start-Up bietet um bis zu fünfzig Prozent ermäßigte Tickets für Auslandsreisen. Dazu nutzt es die Buchungssystemen europäischer  Bahnunternehmen und sucht nach der günstigsten Kombination verschiedener Züge. Die Idee ist smart, denn gerade für Reisen ins Ausland sind bei der Deutschen Bahn oft keine Preisauskünfte online verfügbar, die Sparangebote aus der Werbung nirgends zu haben.

Schlauer übernachten

Was bei Städteurlaubern immer populärer wird , kann auch auf der Dienstreise Sinn machen: Privatunterkünfte,wie sie beispielsweise über airbnb angeboten werden, locken mit attraktiver Lage und Ausstattung zu fairen Preisen.

Punkten für später

Wer mit der Firmenkreditkarte unterwegs ist, sollte diese nutzen, um gegebenenfalls Bonuspunkte beim Tanken, Fliegen und ähnlichem zu sammeln. Später lassen sich diese für die nächste Dienstreise verwerten und bei Hotelübernachtungen oder Mietwagen sparen.

Nicht vergessen sollte man zudem, dass sich Dienstreisen steuerlich absetzen lassen. Konkret werden Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Maut- oder Gepäckgebühren in der Steuererklärung berücksichtigt. Dafür müssen sich jedoch alle Ausgaben anhand von Belegen nachweisen lassen, also gut aufheben!

Was bringt das Versorgungsstärkungsgesetz?

Künftig sollen gesetzlich Versicherte nicht mehr so lange auf einen Facharzttermin warten – und von einer Neuregelung des Krankengeldanspruchs profitieren.

Kernpunkte des Gesetzes sind die schnellere Vergabe von Facharztterminen, eine bessere medizinische Versorgung in ländlichen Regionen und Verbesserungen beim Krankengeld.

Termine beim Facharzt

Das lange Warten soll für Kassenpatienten ein Ende haben, denn sie sollen künftig innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin bekommen. Dazu sollen die kassenärztlichen Vereinigungen innerhalb der nächsten sechs Monate sogenannte Terminservicestellen einrichten.

Für Augen- oder Frauenarzttermine können die Versicherten sich dann diese Terminservicestelle direkt kontaktieren.

Für alle übrigen Fachbereiche benötigen die Kassenpatienten künftig eine Überweisung durch den Hausarzt. Wer dann innerhalb von vier Wochen keinen Termin beim Facharzt bekommt, soll sich ambulant im Krankenhaus behandeln lassen können.

Ambulante Leistungen im Krankenhaus

Daneben werden auch die Rechte von Krankenhausärzten ausgeweitet. Sie dürfen in Zukunft für einen Zeitraum bis zu sieben Tagen Rezepte für Medikamente oder Heilmittel sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.

Teuer und ineffizient?

Neben den hohen Kosten für die Inbetriebnahme der neuen Terminservicestellen führen Kritiker ins Feld, dass sich durch das Gesetz womöglich keine echte Verbesserung für die Gesetzlich-Versicherten ergeben. Es wird kein Termin beim Wunscharzt oder in nächster Nähe zum Wohnort garantiert.
„Solange es für Ärzte lukrativer ist, Privatpatienten zu behandeln, werden gesetzlich Versicherte benachteiligt bleiben“, resümiert Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbandes VdK im dpa-Interview.

Versorgung auf dem Land

Auch das Problem der Unterversorgung mit Ärzten in ländlichen, strukturschwachen Regionen soll das neun GKV-Versorgungsstärkungsgesetz beseitigen. Dies soll über verstärkte, vor allem finanzielle Anreize für Ärzte für eine Niederlassung auf dem Land geschehen. Gleichzeitig soll einer Überversorgung mit Arztpraxen vorgebeugt werden, indem diese nur bei einem Versorgungsgrad unter 110 % nachbesetzt werden.

Ob diese Regelung sinnvoll ist, wird ebenfalls von verschiedenen Seiten bezweifelt. Die Werte beim Versorgungsgrad seien unrealistisch abgesteckt.

Krankengeld

Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz sieht auch eine Neuerung beim Krankengeld vor.
Statt wie bisher erst vom Folgetag an haben Kassenpatienten in Zukunft von dem Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an Anspruch auf Krankengeld.
Außerdem kann die Folgekrankschreibung erst ab dem nächsten Werktag ausgestellt werden. Die alte und die neue Krankschreibung müssen sich nicht mehr zwingend um einen Tag überlappen, wodurch eine enorme formale Hürde beim Krankengeldanspruch beseitigt werden soll.
Stephanie Jahn, Geschäftsführerin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), befürwortet die Änderung:

Denn viele Patienten und Ärzte kannten die komplizierte Regelung schlichtweg nicht und das mit fatalen Auswirkungen: Ohne wieder fit für den Job zu sein, bekamen die Betroffenen kein Geld mehr von der Kasse und mussten sich Sorgen um ihre finanzielle Existenz machen.

Autofahren mit Flip-Flops?

Flip-Flops am Steuer sind generell nicht verboten, aber sicher nicht die beste Wahl...

Denn schließlich sollte man nicht riskieren, deshalb in einen Unfall verwickelt (und im schlimmsten Fall noch voll haftbar gemacht) zu werden.

Das passende Schuhwerk

Grundsätzlich ist in der Straßenverkehrsordnung nicht festgelegt, welche Art von Schuhen man am Steuer zu tragen hat. Dennoch geht natürlich die Sicherheit vor. Beeinträchtigen locker sitzende Sandalen zum Beispiel das Fahrverhalten, droht nach einem Unfall ein Bußgeld oder Strafbefehl. Darüberhinaus könnte auch die Kfz-Versicherung Ansprüche ablehnen, falls das Gericht das unzureichende Schuhwerk als grobe Fahrlässigkeit einstuft.

Abgesehen von der nicht ganz eindeutigen Gesetzeslage spricht aber natürlich einiges dafür, so unterwegs zu sein, dass man sicher – und im Notfall heftig – bremsen kann. Das bedeutet: Keine Schuhe, Flip-Flops und auch Highheels sind nicht die besten Optionen. Geeignete Schuhe umschließen den Fuß auch an der Ferse und besitzen keine allzu massiven Sohlen.

Stolperfallen

Wer schlau sein und für die Fahrt die Schuhe wechseln möchte, sollte das ausgezogene Paar keinesfalls im Fußraum vor dem Fahrersitz liegen lassen. Dort können sie herumrutschen und die Pedale blockieren.

Im Bikini auf dem Autositz?

Auch bei der Frage zur minimal zulässigen Kleidung am Steuer gibt es keine verbindliche Regelung. Bikini oder Badehose sind also okay. Je nach Bezugsmaterial der Sitze schwitzt man allerdings unter Umständen mehr als mit (Baumwoll-)Kleidung und rutscht mehr.

Auf der Hand liegt, dass Nackt-Fahren unangebracht ist und eine Anzeige wegen Exhibitionismus nach sich ziehen kann.

Sonnenschutz am Auto

Für die Fahrt sollte man keine Sonnenbrillen mit zu dunklen Gläsern wählen. Dadurch könnte man die Farben von Ampeln und Verkehrsschildern nicht richtig erkennen. Außerdem wird die Sicht bei Tunnel-Durchfahrten sehr eingeschränkt. Experten empfehlen eine Tönung von maximal 75 %.

Sonnenschutz, der an den Autofenstern angebracht wird, ist nur an den hinteren Fenstern erlaubt. Die Sicht des Fahrers darf nicht eingeschränkt sein, sonst droht ein Bußgeld in Höhe von zehn bis achtzig Euro. Der ADAC empfiehlt abnehmbare Sun-Shields, die beispielsweise mittels Saugnäpfen an der Scheibe angebracht werden. Wer Klebefolie verwenden möchte, muss darauf achten, dass diese die entsprechende Zulassung besitzt.

Welt ohne (Bar-)Geld?

Sind Münzen und Scheine beim Einkauf bald Vergangenheit? Immerhin 7% der Deutschen haben schon per Smartphone bargeldlos bezahlt.
Noch sieht die Realität allerdings anders aus: Die Deutschen bezahlen am häufigsten ganz konservativ mit Bargeld (96 %) – und am liebsten (56 %). Auch die Debit-Karte wird oft genutzt (82 %). Den Angaben der Befragten zufolge geschieht dies überwiegend, um die eigenen Finanzen besser kontrollieren zu können (66 %) oder aus Bequemlichkeit (53 %). Komfort ist auch das Hauptargument für die Bezahlung mit Kreditkarten, die im Vergleich zu den vorangegangen Jahren vermehrt genutzt werden (35 %).

Faktor Sicherheit

Diejenigen, die mit Debit- oder Kreditkarte einkaufen, nennen noch einen weiteren Grund: Sicherheitsgründe (48 % bei der Debitkarte, 47 % bei der Kreditkarte) – denn im Gegensatz zur Barzahlung kann man Karten sperren und Zahlungen zurückbuchen lassen.

Bargeldloser Alltag

Neben den „klassischen“ Bezahlmöglichkeiten sind aber (besonders bei den Jüngeren) auch mobile Bezahldienste (per App) auf dem Vormarsch. Mit ihrem Smartphone kaufen bereits zehn Prozent der Deutschen ein. Bei den jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sogar jeder Fünfte (20 %).
 „Das Zahlungsverhalten der deutschen Verbraucher ist von jeher eher konservativ und auch der Handel ist beim Angebot von modernen Zahlungsmethoden hierzulande sehr zurückhaltend. Deshalb sind wir im Moment noch ein ganzes Stück entfernt von der bargeldlosen Gesellschaft“, sagt BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz. „Aber die wachsende Beliebtheit der Kartenzahlung wie auch die Aufgeschlossenheit insbesondere junger Leute für mobile Bezahlverfahren zeigt, dass der Trend eindeutig zur bargeldlosen Zahlung geht.“

Neuland Nahfeldkommunikation

Weitere Bezahl-Verfahren stecken in der Entwicklung. Zum Beispiel das Verfahren zum kontaktlosen Bezahlen mittels Near Field Communication-Technologie, das über kurze Distanzen per Funktechnik funktioniert.
Dabei wird das Smartphone oder die Kreditkarte an ein Lesegerät gehalten und anschließend die Zahlung durch Codeeingabe oder Fingerabdruck autorisiert.

Akzeptanz des kontaktlosen Zahlens

Obwohl die Umsetzung des kontaktlosen Bezahlens per Smartphone noch in den Kinderschuhen steckt (- sieben Prozent der Bundesbürger haben der BITKOM-Umfrage nach schon einmal kontaktlos bezahlt -), sind immer 29 % der Deutschen laut der BITKOM-Umfrage theoretisch für dieses Verfahren aufgeschlossen. 22 % können sich vorstellen, die Technologie künftig selbst zu nutzen. Bei den Kreditkartennutzern sind sogar 43 % aufgeschlossen für die NFC-fähige Kreditkarte.

Voraussetzung: Infrastrukur

Vorläufig sind jedoch erst etwa acht Prozent der Kassenterminals in Deutschland für das kontaktlose Bezahlen per NFC ausgerüstet.
Doch die Experten von BITKOM rechnen mit einem rasanten Ausbau des Netzes. Was dann den Durchbruch des kontaktlosen Bezahlens anschieben könnte, ist das Interesse der Kunden: „Zudem müssen Verbraucher noch besser über die Möglichkeiten und vielfältigen Vorteile des kontaktlosen Zahlens aufgeklärt werden“, so Dietz von BITKOM.

Energiespeicher – ein neues Geschäftsfeld für Autobauer

E-Autos brauchen Strom. Warum also nicht die hauseigene Lade-Station mitliefern, denkt sich so mancher Autobauer. Ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld?

Da E-Auto-Nutzer wie alle anderen Autofahrer überwiegend tagsüber verkehren, müssen sie ihr Gefährt danach aufladen, an einer Stromladesäule oder der eigenen Steckdose.

Meist geschieht dies abends, wenn die Stromnetze ohnehin stark belastet sind. Die Primetime der täglichen Strom-Lastkurve liegt zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

Verschärfte Strom-Last

Je mehr E-Autos unterwegs sind, desto größer wird die Herausforderung für die öffentlichen Stromnetze bzw. umso brisanter die Nachfrage nach Alternativen zur Steckdose. Hier kommen die Energiespeicher ins Spiel – und verschiedene Autohersteller wie Tesla und Daimler haben längst ihre Chance gewittert, reizvolle Synergien aufzubauen.

Denn Schätzungen zufolge wird der Markt an mit stationären Energiespeichern in den nächsten Jahren kräftig zulegen, auf bis drei bis vier Milliarden Euro im Jahr 2020. Durch mehr Komfort in der Nutzung wächst zudem der Anreiz, sich ein Elektroauto anzuschaffen.

Nutz-unabhängige Energiespeicher

Das Konzept des Energiespeichers ist simpel: Aus Solarzellen wird Strom in eine große Batterie gespeist und für die spätere Nutzung zur Verfügung gestellt.

Bislang plant der US-Amerikanische E-Auto-Pionier Tesla Motors Inc. Elektronikfabrik für die Produktion von Energiespeichern. Auch Daimler zeiht nach mit der Tochterfirma Accumotive.

Im Werk in Kamenz sollen bis Ende 2015 sowohl Batterien für die Elektroautos als auch Speicher für den industriellen und privaten Gebrauch hergestellt werden. Im nächsten Jahr wird die Produktion der Zellen dann voraussichtlich an Zulieferer ausgelagert.

Tesla in der Vorreiterrolle

Tesla hat nach Expertenmeinung allerdings wirtschaftliches Oberwasser. Die Kalifornier nutzen die in den E-Autos verbaute Elektronik auch für die Energiespeicher – und diese ist zugleich auch noch besonders kostengünstig.

Darüberhinaus vertreibt Tesla-Gründer Elon Musk mit seinem Zweitprojekt der SolarCity Solarstromanlagen. Die Abnehmer der Solarzellen sind zugleich auch potentielle Kunden für die Energiespeicher von Tesla.

So plant Tesla mit dem angekündigten Tiefpreis von 3.000 US-Dollar pro Energiespeicher zum Hausgebrauch den etablierten Herstellern das Geschäft streitig zu machen.

Trotz des günstigen Preises bleibt noch abzuwarten, wie viele Nutzer sich Energiespeicher zulegen werden. Schließlich wird sich die Investition bei der derzeitigen Einspeisevergütung erst nach sechs bis sieben Jahren bezahlt machen.

Sommer-Energiecheck fürs Haus

Die meisten Bundesländer bieten eine Reihe von Programmen zur Förderung der Modernisierung und Energieeinsparung an, oft auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus.

Am besten startet man mit einem gründlichen Check in allen Wohnräumen:
Funktionieren die Heizkörper, sind die Dichtungen an Fenstern und Türen intakt, kommt Feuchtigkeit in den Wohnraum?

Energieausweis zur Orientierung

Schließlich manifestieren sich Defizite hier schnell auf der Strom- und Heizkostenabrechnung. Wer sich unsicher ist, ob sich sein Energieverbrauch im Standardbereich bewegt, kann seinen sogenannten „bedarfsorientierten Gebäudeenergiepass“ zu Rate ziehen. Darin wird seit 2008 auf Basis einer durchschnittlichen Nutzung sowie gebäudespezifischen Daten ein Richtwert für den Stromverbrauch gelistet.

Liegt der tatsächliche Verbrauch wesentlich über dem ausgewiesenen, sollten Sie sich auf die Suche nach den Stromfressern machen. Allerdings stehen Sie damit – leider – nicht allein da. In Deutschland sind mehr als zwei Drittel der Heizungen veraltet und daher energetisch nicht  optimal effizient, so vermutet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Auch online bietet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit  diverse EnergiesparChecks für Mieter und Eigentümer: http://www.klima-sucht-schutz.de/

Sanierungsfahrplan

Finden sich die Schwachstellen, gilt es gegebenenfalls mithilfe eines Fachmanns die geeigneten Maßnahmen zu ermitteln und zu planen.
Auch eine umfassende energetische Sanierung kann sich lohnen, um langfristig die Wohnqualität zu steigern, Energie einzusparen und den Immobilienwert zu steigern.

Bezuschusste Beratung

Die Verbraucherzentralen stellen kostengünstig Berater für Energiechecks, die staatlich bezuschusst sind. Schon ab zehn Euro ist ein Basischeck verfügbar, eine individuelle Beratung durch einen Experten kostet um die 45, – €.

Außerdem bieten geprüfte Energieeffizienzexperten detaillierte Hilfestellung zu förderungswürdigen Sanierungsmaßnahmen wie Wärmeschutz, Dämmung, Heizungsmodernisierung oder den Umstieg auf erneuerbare Energien an. Ihr Honorar liegt meist im dreistelligen Bereich, allerdings bezuschusst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit März bis zu 60 % der Kosten für die Energieberatung.

Da eine energetische Sanierung nicht ganz billig ist, stellt sich die Frage nach der geeigneten Finanzierung. Schließlich wird es – je nach dem Umfang der Sanierungsmaßnahmen – zwischen zwei und fünfundzwanzig Jahre dauern, bis sich die Investition in Relation zu den Energiepreisen amortisiert hat.

Zuschüsse und KfW-Förderung

Die gute Nachricht ist, dass der Bund Maßnahmen zur energetischen Sanierung fördert.
Einerseits vergibt die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) günstige Kredite für den Umbau und die Sanierung – vorausgesetzt, der Energieverbrauch wird dadurch gesenkt bzw. es handelt sich um einen altersgerechten Umbau.

Andererseits hilft das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – wie auch einzelne Bundesländer – mit Investitionszuschüssen für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/

Außerdem fördert das BMWi die energetische Sanierung kleinerer Anlagen über das aktuelle Marktanreizprogramm. Bezuschusst werden können dabei unter anderem die Installation von Sonnenkollektoren, Pelletheizungen und effiziente Erdsonden für die Wärmepumpe im Haus.

Günstige Mietwagen – mit diesen Tricks lässt sich viel sparen

Wer ein Auto von einer Mietstation zur anderen überführt, muss bestenfalls gar nichts bezahlen, nicht einmal den Sprit.

Diese stellen für innerstädtische Fahrten eine preiswerte Alternative dar. Wer zwischen verschiedenen Städten unterwegs ist, mietet am besten klassisch bei Sixt, Hertz, Europcar und Co. ein Fahrzeug und spart sich dadurch gleichzeitig auch den bürokratischen und Wartungsaufwand, den ein eigener Wagen darstellt.

Auf diese Weise lässt sich schon einiges sparen, noch günstiger wird es, wenn man ein paar Strategien bei der Automiete berücksichtigt:

Schäden genau erfassen

Besonders wichtig ist es, nachträgliche Schadensforderungen auszuschließen bzw. zu minimieren. Dazu sollte man Schäden (wie Kratzer, Dellen oder defekte Lichter) am Auto immer per Foto zu dokumentieren.

Ein Beifahrer bei der Übernahme kann später als Zeuge hilfreich sein. Auch bei der Rückgabe sollte man sich die Unversehrtheit des Mietwagens schriftlich bestätigen lassen. So ist man nach Ansicht der Verbraucherschützer gegen spätere Forderungen abgesichert. Zudem hilfreich ist eine Zusatzversicherung, die im Schadensfall die Selbstbeteiligung minimiert.

Online vergleichen

Doch wo mieten? Es gibt zahllose Autovermietungen und viele locken mit Sonderangeboten.Vorab lohnt es sich daher, alle Angebote über eine Onlineplattform zu vergleichen. Wie sich bei einem Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien zeigte, spucken die Vergleichsplattformen billiger-mietwagen.de, check24.de oder auch mietwagen24.de allesamt günstige Angebote aus. Die Autos von Hertz oder Europcar, die bei dem Vergleich zu gleichen Konditionen angeboten wurden, unterschieden sich preislich nur geringfügig.

Elementar bei Mietwagen ist übrigens die Kreditkarte. Ohne sie ist inzwischen kaum noch ein Wagen zu haben. Daher lohnt sich für alle, die häufig auf einen Mietwagen zurückgreifen oft auch eine Luxus-Kreditkarte in Gold oder Platin, denn diese bieten meist zusätzlichen Versicherungsschutz, der Mieter ansonsten teuer zu stehen kommt.

Umsonst fahren

Eine Alternative, ganz besonders günstig oder gar kostenlos zu fahren, stellen private Überführungsfahrten dar. Einige Vermietunternehmen lösen auf diese Weise den Transport von Fahrzeugen von einem an den anderen Standort.

Im Gegenzug sind die gefahrenen Kilometer, die zwischen den Standorten liegen und eine Tankfüllung frei. Ist der Sprit aufgebraucht, muss der Mieter lediglich genug nachtanken, um das Ziel zu erreichen.

Angebote zu derartigen Überführungsfahrten innerhalbs Deutschlands sind zum Beispiel auf freifahrt.de zu finden. Für Geschäftskunden bietet die Autovermietung Hertz über ihren sogenannten Transferdesk auch internationale Überführungsfahrten an.

Gebührenfallen für Geringverdiener

Zweistellige Euro-Beträge, die sich schnell zusammenleppern, stellen manche Banken für Verzugsschäden in Rechnung.

Insbesondere die Santander Consumer Bank bat in der Vergangenheit kräftig zur Kasse. Wer umzieht, läuft beispielsweise Gefahr, mit Gebühren für eine Adressabfrage belastet zu werden. Und das, obwohl alles richtig gemacht und dem Geldinstitut die neue Adresse mitgeteilt wurde.

Überteuerte Adressermittlung

In einem Fall hat die Santander Consumer Bank von einem Kunden neben dessen monatlichen Kreditrate weitere 25,50 Euro eingezogen, wie der Spiegel berichtet.

Als dieser berechtigterweise die Zahlung zurückholen ließ – er hatte die Bank eigenen Angaben zufolge über seinen Umzug informiert, flatterten weiterhin Mahnungen ins Haus. Bis zu einem Betrag über 100 Euro addierte sich im Verlauf die geforderte Summe.

Sogar mit einem gerichtlichen Mahnverfahren und Schufa-Eintrag drohte die Bank. In einer Stellungnahme gegenüber dem Spiegel verstrickt sich die Bank in Widersprüchen: Es sei ein Verzugsschaden entstanden, nachdem man eine Adressabfrage veranlasst und der Kunde die Aufwandsentschädigung für die Anfrage zurückgebucht habe.

Allerdings ist im Betreff der Mahnungen von säumigen Kreditraten die Rede, die der Kunde in Wirklichkeit anstandslos beglichen hatte.

Verbraucherschützer halten sowohl die Höhe der Kosten für die Adressermittlung wie auch Adressentgelt allgemein für unzulässig, da der Kunde die Raten pünktlich bezahlt hatte.

Dennoch scheint es sich nicht um einen Einzelfall zu handeln.

Überzogene Mahngebühren

Generell zog sich die Santander Consumer Bank mit ihrer Mahnpraxis die Empörung etlicher Kunden zu. Sie forderte von Kunden, die mit ihrer Ratenzahlung in Verzug gerieten, bereits nach wenigen Tagen Verzugskosten in Höhe von 19,50 Euro.

Wer diese nicht umgehend beglich, wurde wenig später mit erneuten 19,50 Euro auf die säumigen Verzugskosten belastet. Die Bank erklärt jedoch, keine pauschalen Gebühren zu erheben, sondern die Verzugsschäden individuell aus dem gesetzlichen Verzugszins, dem tatsächlichen Bearbeitungsaufwand und weiter angefallenen Kosten wie Porto zu errechnen.

Knackpunkt hierbei sind vor allem die Bearbeitungskosten: Nach Meinung der Gerichte sind diese nicht zulässig. Nur die Ausgaben für Papier, Druck, Porto und ggf. Verzugszinsen dürfen Unternehmen an die säumigen Kunden weitergeben.

Hohe Überziehungsgebühren

Die Santander Consumer Bank steht nicht allein da, wenn es um hohe Gebühren geht. Häufig werden bei Überziehung des Disporahmens bei Girokonten pauschale Mindestgebühren fällig.

Diese sind unabhängig vom Betrag, der das Dispo-Volumen überschreitet, oder dem aktuellen Zinssatz. Die Deutsche Bank berechnet beispielsweise 6,90 Euro pro Quartal, die Targobank verlangt ab dem ersten Cent Überzug eine Monatspauschale von 4,95 Euro.

Auch hier sehen Verbraucherschützer die Grenze zum Wucher erreicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt bewertete die Gebühr der Deutschen Bank als „sittenwidrig“, wogegen das Geldhaus einem Sprecher zufolge in Revision geht, berichtet der Spiegel.

Ungedeckte Lastschriften

Bankkunden, die per Lastschrifteinzug bezahlen, sollten tunlichst vermeiden, dass dieser mangels Deckung nicht durchgeführt werden kann. Auch hier sticht die Santander Consumer Bank wieder mit satten 12,50 Euro Gebühren, die sie ihren Kunden hierfür aufbrummt, hervor.

Und bewegt sich damit nicht unbedingt auf der richtigen Seite des Gesetzes: Nach einem BGH-Urteil von 2009, sind Unternehmen lediglich berechtigt, denjenigen Betrag, den Banken einander für den Vorgang berechnen, von den Kunden zu verlangen.

Gebühren im Bereich von 2,00 bis 3,00 Euro seien für geplatzte Lastschriften nach Meinung der Verbraucherschützer angemessen.

Arbeiten im Rentenalter: Vor allem bei Gutverdienern beliebt

Bereits in den letzten Jahren hat die Erwerbsbeteiligung Älterer in Deutschland stark zugenommen, vor allem unter den besser Qualifizierten.

Waren vor zehn Jahren nur fünf Prozent der 65- bis 74-Jährigen erwerbstätig, ist ihr Anteil bis zum Jahr 2013 auf 8,7 % gestiegen. Damit bewegt sich der Wert in Deutschland etwas über dem europäischen Durchschnitt.

Wer mit über 65 Jahren weiterhin erwerbstätig ist, war vorher meist Gutverdiener. Gerade bei den Fachkräften steigt der Anteil an Erwerbstätigen jenseits der 65, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in einer aktuellen Studie ermittelte.

 Erwerbsumfang

Wer nach Überschreiten der Regelaltersgrenze noch im Job arbeitet, reduziert allerdings in der Regel den Erwerbsumfang. Knapp zwei Drittel der 65 plus-Erwerbstätigen hat einen Arbeitsumfang von weniger als 20 Wochenstunden in der Woche. Etwas über einem Viertel arbeitet in Vollzeit weiter.

Entscheidend ist dabei offenbar die Art der Tätigkeit. Vor allem Selbständige verbringen auch im Rentenalter noch häufig Vollzeit im Job.

Bei den abhängig Beschäftigten im Alter zwischen 65 und 74 Jahren geht dagegen mehr als Hälfte einer Erwerbstätigkeit im Umfang von weniger als zehn Stunden in der Woche nach.

Auch gibt es substanzielle Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während 10,2 % der 65- bis 74-jährigen Männer im Jahr 2012 erwerbstätig waren, traf dies nur auf 5,5 % der Frauen zu.

Bildung und Position

Die größte Gruppe der alten Erwerbstätigen sind die Akademiker – 14,5 % von ihnen arbeiten im Alter zwischen 65 und 74 weiter, vor allem auch die, die hochqualifizierte Fach- oder Führungspositionen besetzen.

Bei denjenigen mit beruflichem Abschluss sind es noch 7,4 %. Dagegen sind von denjenigen im Rentenalter, die über keinen beruflichen Abschluss verfügen, nur 4,9 % erwerbstätig.

Aus welcher Branche die Fachkräfte kommen, scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen. Davon ausgenommen sind allerdings die Mediziner, die überdurchschnittlich oft (30,6 % der 65- bis 74-Jährigen) noch nach Eintritt in das gesetzliche Rentenalter arbeiten. Hierbei dürfte es sich wohl vor allem niedergelassene Ärzte handeln, die ihre Praxen (und Patienten) nicht aufgeben wollen.

Einkommen

Nicht nur die Qualifikation, auch das Haushaltsnettoeinkommen hängt mit der verlängerten Erwerbstätigkeit zusammen, wie die Studie zeigte.

So waren 2012 24,3 % der 65- bis 74-Jährigen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 4.500, – € erwerbstätig, aber nur 4,9 % derer mit einem Einkommen von unter 1.100, – €.

Die Autoren der Studie folgern: „Eine Erwerbstätigkeit im höheren Alter ist heute also meist nicht Folge geringer Alterseinkommen, sondern guter Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven.“

 Regionale Unterschiede

Die Altersbeschäftigung ist nicht überall in Deutschland gleichhoch. Im Jahr 2012 lag die Erwerbstätigenquote mit 10,5 % in Baden-Württemberg am höchsten, mit 3,6 % in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten.

 Tendenz steigend

Der Trend, im Rentenalter weiter zu arbeiten, dürfte anhalten. Das IW prognostiziert aufgrund der gestiegenen Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen für die kommenden Jahre eine weitere Zunahme bei den 65- bis 74-Jährigen. Bis zum Jahr 2030 werden voraussichtlich mehr Personen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren als im Alter zwischen 55 und 64 Jahren in Deutschland leben. Sind sie damit die Lösung für den Fachkräftemangel?

Warum sollten wir uns freiwillig überwachen lassen?

Apps zählen die Schritte, erinnern an die Einnahme von Medikamenten und vieles mehr. Positives Verhalten lohnt sich nicht nur für den Nutzer, sondern auch für die Versicherer.

Immer mehr neue Technologien stehen zur Verfügung, um die eigenen Lebensgewohnheiten zu überwachen und zu optimieren. Vornehmlich in puncto Gesundheit, Zeit- und Kosteneffizienz sprießen passende Apps förmlich aus dem Boden.

Doch während die meisten Nutzer offensichtlich genießen, sich selber zu kontrollieren, ist der Gedanke, diese Details mit einem Unternehmen zu teilen.

Daten über Bewegungsintensität und gesunde Lebensweise, die beispielsweise von Fitness-Apps im Smartphone, Fitness-Armbänder oder Bewegungsmesser aufgezeichnet werden, könnten von den Krankenversicherern auch positiv honoriert werden, mittels Rabatten, Gutscheinen oder Prämien.

Sofern diese darüber Bescheid wüssten. Genauso kann das Fahrverhalten von einem Bordcomputer aufgezeichnet und defensive Autofahrer belohnt werden.

Frei zugängliche Daten?

Allerdings sind Versicherer längst dabei, alles über ihrer Kunden in Erfahrung zu bringen, um Risikoprofile zu erstellen. Auch Facebook und Social Media können natürlich eine Quelle für frei zugängliche Informationen sein, wenn gleich dies vielen Nutzern nicht bewusst ist.

Und Kunden, die überdurchschnittlich oft Leistungen in Anspruch nehmen, bekommen schon mal einen Eintrag im sogenannten Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungsbranche.

Datenschutzauflagen

Hier gelten jedoch strenge Datenschutz-Richtlinien: Die Daten dürfen nur intern genutzt und müssen an die Kunden auf Anfrage übermittelt sowie von externen Dienstleistern gespeichert werden.

Selbst innerhalb verschiedener Sparten innerhalb eines Versicherungskonzerns ist ein Datentransfer tabu, was von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht wird.

Die Angst vor Datenmissbrauch ist in diesem Fall unbegründet, was auch Verbraucherschützer bestätigen.

Motivation oder Kontrolle?

Dennoch stehen die Versicherer nicht still. Bereits zwei Krankenkassen haben die ersten Schritte getan, um proaktiv Informationen zu den Lebensgewohnheiten ihrer Kunden zu gewinnen, zum Beispiel mithilfe einer Fitness-Watch.

Wer gesund lebt, wird – so das Motto – dafür belohnt. Nicht alle Versicherten sind allerdings damit einverstanden: Sie fühlen sich überwacht und unter Druck gesetzt.

Echte Vorteile

Dabei gibt es auch zahlreiche Bespiele, wo der Datenaustausch zu einer Win-Win-Situation führen kann. So ist unter anderem ein Frühwarnsystem für Diabetiker im Einsatz, das mithilfe eines Sensors an der Fußsohle Veränderungen misst und über eine App auswertet.

So können Geschwüre frühzeitig ausgemacht und Amputationen im besten Fall verhindert werden.

Die Frage, ob eine vorbildliche Lebensweise zu niedrigeren Versicherungsbeiträgen führen sollte, wird dagegen auch von den Versicherern selbst heiß diskutiert.

Entgegen dem Gedanken der Solidargemeinschaft würden dann nämlich die bestraft, die aufgrund von Krankheit oder sonstiger Defizite nicht aus eigener Kraft aktiv sein können.

Der Trend scheint aus diesem Grund hierzulande vor allem in Richtung Rabattierung und Geschenkprämien zu gehen, gleich in welcher Versicherungssparte.

Traineeship oder Praktikum? Was ist der beste Berufseinstieg?

Als Trainee ist den Absolventen die persönliche Betreuung am wichtigsten, darauf folgen die Vielfältigkeit der Tätigkeiten und gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen.

Während lediglich 47 % der Absolventen den Direkteinstieg wählen würden, bevorzugen 46 % den Einstieg in ein Unternehmen über ein Traineeprogramm, sieben Prozent sehen sogar im Praktikum den passenden Einstieg in den Beruf.

Zu diesem – zugegebenermaßen überraschenden – Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Kienbaum, das rund 600 Studierende des Absolventenjahrgangs 2015 nach ihren Wünschen zu Beruf und Karriere befragt hat. Einschränkend muss man jedoch festhalten, dass sich die Befragten nicht gleichmäßig über alle Studienfächer verteilten, sondern rund die Hälft aus den Wirtschaftswissenschaften kamen.

Woher die Zurückhaltung?

Die Experten führen die Karriereplanung auf eine durchaus realistische Selbsteinschätzung der Uni-Absolventen zurück. Sie hätten gemerkt, dass Traineeprogramme speziell für Wirtschaftsstudenten heute häufiger angeboten werden als Direkteinstiege.

Dazu mische sich außerdem eine Portion Bequemlichkeit: Einigen behage es einfach, als Trainee weniger Verantwortung zu übernehmen, unverbindlich in Abteilungen hineinzuschnuppern und von einer guten Betreuung zu profitieren.

Der Reiz des Traineeship

Besonders diese gute und persönliche Betreuung während des Trainieeships ist ausschlaggebend für die Bewerbung als Trainee. Daneben nannten die Befragten die Vielfältigkeit der Tätigkeiten sowie gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen als Anreize, in ein Traineeprogramm einzusteigen. Für die gute Ausbildung, die sie sich davon erwarten, werden Aspekte Gehalt und Sicherheit hintangestellt.

Wichtiges Signal an die Unternehmen

Die hohe Akzeptanz von Traineeships unter den Absolventen verstehen die Experten daher auch als Signal an die Unternehmen, derartige Programme zu ermöglichen und qualitativ hochwertig auszugestalten. Sie müssten als Arbeitgeber auf die Anforderungen der Absolventen eingehen und ihnen eine Mischung aus Vielfalt, Perspektiven und guter Betreuung beim Berufsstart bieten.

Berufswunsch Projektmanager

Bei den diesjährigen Absolventen sind Projektmanagement, Unternehmensplanung und -entwicklung und Marketing die interessantesten Unternehmensbereiche für den Berufseinstieg. An erster Stelle nannten 43 % der Befragten Projektmanagement als Wunschbereich.

Bei Kienbaum hält man den Wunsch, sich als Projektmanager eine Reihe von Optionen für später offen zu halten, für durchaus nachvollziehbar. Dennoch bestehe hier die Gefahr, sich im Überangebot der Arbeitssuchenden wenig profilieren zu können.

„Viele Arbeitgeber mögen Bewerber mit einem klaren Profil – das sucht man beim Großteil des Absolventenjahrgangs 2015 vergeblich“, so die Personalberaterin und Leiterin des Dresdner Büros von Kienbaum, Constanze Wachsmann.

Auffahrunfall: Wen trifft die Schuld?

Immer wieder sind Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Wenn's kracht, ist der Vorausfahrende nicht zwangsläufig schuldfrei.

War nun der Hintermann zu schnell oder der Vorausfahrende fahrlässig? Die Szenarien, die zu einem Auffahrunfall führen können, sind vielfältig: Der Vordermann bremst für einen Fußgänger – oder ein Tier -, der/das unerwartet auf die Fahrbahn läuft  oder bemerkt eine Parklücke und verlangsamt abrupt die Fahrt.

Genauso gut kann der Auffahrende von einem eingehenden Anruf abgelenkt oder schlicht mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs sein.

Die Schuldfrage

Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr die Regel: Wer den Unfall verursacht hat, muss Schadensersatz leisten. Dazu wird meist der sogenannte Anscheinsbeweis herangezogen:

Erfahrungsgemäß werden Unfälle von den Auffahrenden verschuldet, die das Tempolimit über- oder den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand unter schritten haben. Also hat der Auffahrende in den meisten Fällen die Verantwortung zu tragen und steht in der Haftung.

Kann der Auffahrende allerdings nachweisen, dass er nicht allein die Schuld am Auffahrunfall trägt und damit den Anscheinsbeweis widerlegen, ändert sich die Sachlage.

Anscheinsbeweis widerlegen

Der Vordermann wird mitschuldig, wenn er ohne zwingenden Grund gebremst hat. Solche zwingenden Gründe liegen nach Meinung der Gerichte dann vor, ein Menschenleben oder bedeutende Sachwerte durch das Fahrzeug gefährdet sind.

Bremsen für Tiere, ohne sicherzustellen, dass die nachfolgenden Fahrer genug Bremsspieltraum haben, ist damit kein zwingender Grund – und führt zu einer Mitschuld des Bremsenden. Kommt es zu einem Auffahrunfall, haftet der Vordermann dann in Höhe der Betriebsgefahr seines Autos, die ungefähr bei einem Viertel liegt.

Mitschuld

In wie weit der Vorausfahrende mitschuldig befunden wird, lässt sich nicht pauschal sagen. So muss im Einzelfall erst geklärt werden, welches Risiko für ein Auffahrmanöver vorlag.

Das erschließt sich aus diversen Details zur Größe des Tieres, zur Verkehrsdichte, ob Hinweisschilder die Fahrer vor Wildwechsel gewarnt haben etc.). Daraus ergibt sich dann die jeweilige Mithaftung des Vorausfahrenden.

Spezialfall Hund ohne Leine

Noch komplizierter wird die Lage, wenn ein nicht angeleinter Hund unerwartet auf die Fahrbahn rennt. Einem Gerichtsurteil zufolge war hier ein zwingender Grund zum Bremsen gegeben. Das Herrchen hätte seinem Tier auf die Straße folgen können, die alleinige Schuld lag damit beim Auffahrenden.

Führt die Vollbremsung für ein Haustier zum Auffahrunfall, ist unter Unterständen auch der Tierhalter mit-haftbar und muss für den Schaden aufkommen.

Grundsätzlich gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Alle Verkehrsteilnehmer fahren im wörtlichen Sinne besser damit, durch aufmerksames Verhalten am Steuer rechtzeitig abbremsen zu können, ohne einen Auffahrunfall zu provozieren.