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Auf diese Marketing-Tricks fällt fast jeder rein

Ständig sind wir von Werbung umgeben, die immer raffinierter wird und uns zum Konsum verleiten will. Das geht über Plakate, Anzeigen und Werbeclips längst weit hinaus. Werbung wird immer subtiler. Und auf einige Tricks fallen fast alle rein...

Auf diese Marketing-Tricks fällt fast jeder rein

©Sergej57 / iStock

Anzeigen in Zeitungen; Werbeclips im Fernsehen und im Internet; Plakate auf der Straße; Werbemails und -anrufe: Pausenlos will uns irgendwer irgendwas verkaufen. Das meiste davon braucht kein Mensch. Trotzdem lassen wir uns von der Werbung und raffinierten Marketing-Tricks immer wieder zum Kauf verleiten. Einige davon sind so geschickt gemacht, dass sie uns gar nicht bewusst werden.

Der Wasser-Trick

In Deutschland kommt in den allermeisten Regionen sauberes und gesundes Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Trotzdem kaufen wir völlig überteuertes Flaschenwasser, das qualitativ oft sogar minderwertiger ist als das gute alte Kranenberger. Hinzu kommt die Menge. Die meisten Menschen glauben, dass man mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken sollte. Doch das ist ziemlicher Unsinn und geht auf geschicktes Marketing der Wasserindustrie zurück. Richtig ist: Man sollte trinken, wenn man Durst hat. Der Körper meldet sich von selbst, wenn er Flüssigkeit braucht. Und Wasser aus dem Hahn ist gesund und kostet fast nichts.

Der Schnäppchen-Trick

Supergünstige Angebote sind in der Regel Lockangebote, die den Kunden in den Laden locken sollen. Die Hoffnung der Händler: Wenn er erstmal da ist, kauft er auch spontan noch andere Produkte. Meist geht diese Rechnung auf. Hinzu kommt: Oft sind Sonderangebote Fakes. Der Preis wurde kurz zuvor hochgesetzt, die Senkung sieht dann nur günstig aus, ist es aber nicht. Besonders beliebt ist das bei teuren Möbeln, etwa Betten: Fast jeder Händler wirbt mit massiven Rabatten. Der Trick dahinter: Die durchgestrichenen Preise sind in der Regel Mondpreise, die nie wirklich veranschlagt wurden. Ein Preisvergleich im Internet kann Fake-Schnäppchen meist rasch entlarven.

Der Platzierungs-Trick

In Kaufhäusern und Supermärkten sind bestimmte Produkte besonders platziert und hervorgehoben – meist so, dass man als Kunde nicht an ihnen vorbeikommt. Das verleitet zu Spontankäufen, und nicht selten sind solche Produkte überteuert. Ebenfalls beliebt: Produkte an der Kasse, auf die der Blick fällt, wenn man mal in der Schlange warten muss. Diese sind so gut wie immer überteuert, gerade wenn es sich um Produkte wie einzelne Schokoriegel oder Snacks handelt. Im Laden gibt es diese in Großpackungen deutlich günstiger. Die Regel: Niemals etwas aus den Regalen direkt an der Kasse kaufen und bei auffällig platzierten Produkten kritisch den Preis hinterfragen.

Der Payback-Trick

Punkte sammeln kann man heute fast überall. Die Botschaft an den Kunden: Für jeden Einkauf werden Punkte gutgeschrieben, und am Ende spart man, weil man etwas zurückbekommt oder sich Produkte aussuchen kann. Der Trick: Kunden sollen animiert werden, mehr zu kaufen, um den Punktestand schneller zu erhöhen. Meist funktioniert das. Man kauft mehr als man braucht. Der „Payback“ lohnt sich außerdem kaum. Denn die angebotenen Produkte (man vergleiche das im Internet) gibt es auch ohne Punkte oft deutlich günstiger. Hinzu kommt: Man wird zum gläsernen Kunden und verrät dem Händler sämtliche Konsumgewohnheiten. Fazit: Payback lohnt sich nicht, im Gegenteil.

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