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Aktien und Aktienkurs
Als Aktien werden Wertpapiere bezeichnet, in denen das Anteilsrecht an einer Gesellschaft – in Deutschland an einer Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) – verbrieft, d.h. bestätigt, garantiert, ist.
von Johanna Schödel

Der Aktieninhaber wird Aktionär genannt und ist mit deren Erwerb Miteigentümer an den Vermögenswerten des Unternehmens und wird an dessen Gewinn beteiligt. Mit dem Erwerb von Aktien erwirbt man sozusagen einen Anteil an dem jeweiligen Unternehmen. Mit der Herausgabe von Aktien erhöht das Unternehmen sein Eigenkapital.

Die Wertpapiere eines Anlegers liegen auf einem Aktiendepot, das von einem Kreditinstitut verwaltet wird. Dieses Kreditinstitut kümmert sich um den Erwerb und Verkauf der Wertpapiere und verbucht alles auf dem Aktiendepot.

Wie kommt der Aktienkurs zustande?

Wie viel eine Aktie Wert ist, bestimmt der Aktienkurs, der sich aus dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ergibt. Ebenso beeinflussen die Gewinn- und Zukunftsaussichten des Unternehmens, sowie die gesamtwirtschaftliche Situation den Aktienkurs einer Gesellschaft. Dadurch ist der jeweilige Aktienkurs kein stabiler Wert, vielmehr unterliegen Aktien ständigen Kursschwankungen. Aktien sollten dann gekauft werden, wenn der Aktienkurs tief steht, um vom erneuten Anstieg des Kurses zu profitieren.

Aufgrund dieser Schwankungen sind Wertpapiere nur für langfristige Geldanlage geeignet. Fällt der Aktienkurs zwischenzeitlich ab, ist das kein Grund nervös zu werden. Denn langfristig betrachtet übertrifft die Rendite von Aktien die Ertragschancen anderer Formen der Geldanlage. Trotzdem trägt man mit Aktien natürlich auch ein Verlustrisiko. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt es sich, Aktien von mehreren Unternehmen zu kaufen, um auf diese Weise das Verlustrisiko zu streuen und zu minimieren.

Vorteile und Nachteile von Aktien

Ein Vorteil von Aktien liegt in ihrer Flexibilität: Sie sind börsentäglich handelbar und gewähren so eine hohe Liquidität. Außerdem sind hohe Aktienkurssteigerungen möglich, die hohe Gewinne einbringen. Ein weiterer großer Vorteil von Aktien ist die Aussicht auf Dividenden. Als Dividende bezeichnet man die Gewinnausschüttung der Unternehmen an ihre Aktionäre.

Diesen Vorteilen und hohen Ertragschancen steht ein großes Risiko gegenüber, woraus auch die Nachteile von Aktien deutlich werden. Größere Kursschwankungen können theoretisch Verluste von bis zu 100 % verursachen. Außerdem hängt der Gewinn in sehr hohem Maß vom Erfolg des Unternehmens ab.

Schließlich bleibt noch ein wichtiger Hinweis: Wer sich im Börsengeschäft nicht so gut auskennt, der sollte sein Geld lieber in Aktienfonds investieren. Bei Aktienfonds kümmern sich Profis um die Geldanlage und um die Minimierung des Risikos. Sehr risikoscheuen Anlegern bleibt die Investition in Garantiefonds.

von Johanna Schödel

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